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Hässliche Beschimpfungen : Keine Gentlemen mehr im Tennis

  • -Aktualisiert am

Seltsamerweise vernünftig: Nick Kyrgios Bild: Reuters

Intellektuelle Schwäche, rattenhaftes Verhalten: Die Bandbreite an Beleidigungen, die zuletzt in der Tenniswelt zu hören waren, ist groß. Im Mittelpunkt: Nick Kyrgios, Novak Djokovic und andere. Doch eines dabei erstaunt.

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          Gentlemen des Sports, so hieß es immer, seien im Tennis zu finden. Aber was müssen wir da lesen? Seit Wochen beschimpfen einige der exponierten Schlägerschwinger sich gegenseitig aufs hässlichste, zeihen sich abwechselnd intellektueller Schwäche und rattenhaften Verhaltens, und das tun sie nicht etwa, wie es sich für Herren von Anstand geziemen würde, von Angesicht zu Angesicht, sondern aus dem feigen Hinterhalt der asozialen Netzwerke.

          Das Seltsame daran: Der Vernünftigste in diesem misstönenden Konzert ist ausgerechnet Nick Kyrgios, der Typ aus Australien, der auf dem Platz durch notorisch rüpelhaftes Benehmen auffällt. Er hat die saudumme Idee von Novak Djokovic, nach Ballermann-Konzept eine Adria-Tour zu veranstalten, doch tatsächlich als saudumme Idee bezeichnet.

          Seitdem hat er Ärger mit den Kollegen. Vor kurzem putzte ihn Borna Coric herunter, ausgerechnet der Kroate, der sich auf der Adria-Tour wie ein paar andere mit Corona infizierte. Man müsse nicht auf ihn hören. Es sei nur Kyrgios. Also Hemd runter, auf die Partytische und weitergetanzt? Uns fällt nichts mehr ein außer: Quiet, please!

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