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US Open : Vorbereitung mit Lendl und frühes Scheitern

  • Aktualisiert am

Hoffnungsfroh dank neuem Trainer: Alexander Zverev lässt sich von Ivan Lendl helfen Bild: Reuters

Alexander Zverev arbeitet mit Ivan Lendl an seiner Formkrise vor den US Open. Eine Wimbledon-Finalistin von 2011 scheitert derweil in der Qualifikation an der Nummer 766 der Welt.

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          Neuer Coach, neues Glück? Alexander Zverev setzt für seinen Traum vom endgültigen Durchbruch bei einem Grand-Slam-Turnier zumindest vorübergehend auf Impulse durch den ehemaligen Topstar Ivan Lendl. Sechs Tage vor den US Open postete die deutsche Nummer eins ein Bild vom Trainingsplatz in New York und schrieb dazu: "Willkommen im Team, Ivan Lendl". Nähere Details zur Zusammenarbeit mit dem 59-Jährigen, einst für 270 Wochen die Nummer eins der Welt, wurden zunächst nicht bekannt.

          Es ist Zverevs zweiter Versuch mit einem sogenannten "Supercoach", einem Trainer also, der einst selbst große Erfolge als Spieler feierte. Im vergangenen Jahr hatte der 21 Jahre alte gebürtige Hamburger ebenfalls im Vorfeld der US Open den Spanier Juan Carlos Ferrero ins Boot geholt. Nach vielversprechenden Ansätzen endete die Zusammenarbeit im Frühjahr nach einem Streit am Rande der Australian Open krachend - inklusive eines anschließenden Rosenkriegs mit gegenseitigen Schuldzuweisungen.

          Zverev hatte daraufhin angekündigt, zunächst wieder einzig und allein auf sein angestammtes Team mit Vater und Trainer Alexander senior, Bruder Mischa, Mutter Irina und Fitnesscoach Jez Green zu bauen. Ein zusätzlicher Trainer komme nur in Frage, "wenn ich Probleme habe", sagte er im April. Und wenn, dann seien ohnehin die deutsche Tennis-Ikone Boris Becker und eben Lendl die "einzigen beiden, die für ein solches Engagement infrage kämen.“

          Lendl gehörte zuletzt zum Trainerteam des Schotten Andy Murray, den er in seiner ersten Amtszeit zum Titel bei den US Open 2012 und in Wimbledon 2013 geführt hatte.

          Nun fiel Zverevs erste Wahl auf Lendl. Womöglich auch, weil der Weltranglistenvierte nach seinem vielversprechenden Auftakt in die Hartplatz-Saison mit dem Turniersieg in Washington schwächelte und nach zwei unerwartet frühen Pleiten in Toronto und Cincinnati plötzlich doch Handlungsbedarf erkannte. Trotz aller Erfolge auf der ATP-Tour wartet Zverev noch immer auf den ganz großen Durchbruch bei einem Grand Slam - in New York bietet sich ab Montag die nächste Chance.

          Lisicki scheiter in Qualifikation

          Sabine Lisicki ist wie schon in Wimbledon auch bei den US Open in der ersten Qualifikations-Runde ausgeschieden. Die 28 Jahre alte Berlinerin unterlag in Flushing Meadows der Weltranglisten-766. Olga Goworzowa aus Weißrussland 4:6, 5:7. Goworzowa, vor zehn Jahren immerhin Nummer 35 der Welt, verwandelte nach 1:37 Stunden ihren ersten Matchball.

          Nach langwierigen Verletzungsproblemen ist es der nächste bittere Rückschlag für Lisicki auf dem Weg zurück. In Wimbledon hatte sie ebenfalls in der ersten Quali-Runde in zwei Sätzen gegen die Russin Anna Kalinskaja verloren. Zuletzt stand die frühere Weltranglisten-Zwölfte, die derzeit nur auf Rang 221 des WTA-Rankings notiert ist, bei den US Open 2017 in einem Grand-Slam-Hauptfeld. Ihr letztes Match bei einem Major-Turnier gewann Lisicki 2016 in Wimbledon.

          Wimbledon-Halbfinalistin Julia Görges tankt derweil fünf Tage vor den US Open weiter Selbstbewusstsein und hat beim WTA-Turnier in New Haven/Connecticut das Viertelfinale erreicht. Bei der Generalprobe zum letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres gewann die 29-Jährige aus Bad Oldesloe gegen die Qualifikantin Dajana Jastremska (Ukraine) 6:4, 3:6, 6:4. In der Runde der letzten Acht trifft die Weltranglistenneunte auf die Russin Jekaterina Makarowa oder Magdalena Rybarikova (Slowakei). Wimbledonsiegerin Angelique Kerber (Kiel) pausiert in der Woche vor den US Open, Laura Siegemund (Metzingen) war bereits in ihrem Auftaktmatch an der Britin Johanna Konta gescheitert.

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