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US Open : Nadal gewinnt Tennis-Thriller gegen Thiem

  • Aktualisiert am

Zwei Helden eines großen Spiels: Rafael Nadal tröstet Verlierer Thiem (links) Bild: AFP

Was für ein Viertelfinalkrimi: Rafael Nadal und Dominic Thiem bekämpfen einander bis zwei Uhr in der Frühe. Der Spanier ist nach 4:49 Stunden im Tiebreak des fünften Satzes der Glücklichere im Duell mit dem österreichischen Herausforderer.

          Titelverteidiger Rafael Nadal (32) aus Spanien hat sich in einer spektakulären Night Session ins Halbfinale der US Open gekämpft. Der Weltranglistenerste verwandelte um 2.03 Uhr Ortszeit in New York seinen ersten Matchball gegen den Österreicher Dominic Thiem (25) zum 0:6, 6:4, 7:5, 6:7 (4:7), 7:6 (7:5).

          Bei abermals tropischen Bedingungen mit Temperaturen von 30 Grad in der Nacht und hoher Luftfeuchtigkeit scheuchten sich Nadal und Thiem gegenseitig 4:49 Stunden lang über den Platz. Wie im Finale der French Open im Juni mit dem besseren Ende für Nadal.

          Nadals große Worte

          „Es war ein großartiger Kampf bei harten Bedingungen", sagte Nadal, der zugab, gelitten zu haben: „Ich hatte einen schlechten Start, dann habe ich mir gesagt: 'Wach auf!' Ich habe einfach nur versucht, im Match zu bleiben. Es tut mir so leid für Domi, er ist ein enger Freund auf der Tour und ein toller Kämpfer."

          Nadal spielt nun am Freitag gegen Juan Martin del Potro um den Finaleinzug. Der Argentinier gewann sein Duell mit John Isner trotz seines ersten Satzverlustes im Turnier letztlich souverän 6:7 (5:7), 6:3, 7:6 (7:4), 6:2 und zog zum dritten Mal ins Halbfinale von New York ein, zum dritten Mal heißt dort sein Gegner Nadal. 2009 hatte del Potro die Oberhand behalten und später den Titel geholt, im vergangenen Jahr unterlag er in drei Sätzen.

          Dank an den Himmel: Rafael Nadal nach dem Matchball Bilderstrecke

          Nadal war gegen Thiem einen Satz lang chancenlos, erst nach einer halben Stunde gelang ihm der erste Spielgewinn. In seiner Grand-Slam-Karriere hatte Nadal erst zweimal einen Satz 0:6 und beide Male auch das Match verloren: 2004 in der zweiten Runde der US Open gegen Andy Roddick und 2006 im Finale von Wimbledon gegen Roger Federer. Diesmal entschied er die Partie für sich. „Ich habe gesagt, dass es mir sehr, sehr leid tut“, sagte Nadal später. Thiem bestätigte die Aussage grinsend: „Ich glaube nicht, dass es ihm wirklich leid tut.“

          Nadal und Thiem waren bis zum Duell in Flushing Meadows bereits zehnmal aufeinandergetroffen, stets auf ihrem Lieblingsbelag Sand. Siebenmal setzte sich Nadal durch. Nun ging auch das erste Duell auf Hardcourt an den 17-maligen Grand-Slam-Champion, obwohl sich Thiem bravourös, aber letztlich vergeblich gegen das Aus stemmte.

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