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US Open : Kerber zittert sich in die dritte Runde

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Angelique Kerber während des Spiels der zweiten Runde der US Open Bild: AP

Lange sah es für Angelique Kerber nach einem glatten Zweitrunden-Sieg bei den US Open aus. Gegen Johanna Larsson setzte sie sich dann aber erst mit reichlich Zittern durch. Auch Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff kamen weiter.

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          Angelique Kerber musste trotz der Hitze von New York zittern, Alexander Zverev kam erneut nicht mehr als nötig ins Schwitzen. Die beiden besten deutschen Tennisprofis haben bei den US Open am Donnerstag kurz nacheinander die dritte Runde erreicht. Das schaffte auch Philipp Kohlschreiber, der nun gegen Zverev spielt, und Jan-Lennard Struff.

          Wimbledonsiegerin Kerber brachte sich beim 6:2, 5:7, 6:4 gegen die Schwedin Johanna Larsson nach zwei vergebenen Matchbällen noch an den Rand des Ausscheidens. „Wir haben beide vom ersten Punkt an auf hohem Niveau gespielt, am Ende ging es nur noch Punkt für Punkt“, sagte Kerber. „Hier ist es immer ein Kampf mit den Bedingungen. Aber für diese Matches mit diesen Emotionen spielen wir.“

          Der Weltranglisten-Vierte Zverev zog mit dem 6:4, 6:4, 6:2 gegen den Franzosen Nicolas Mahut dagegen souverän zum ersten Mal unter die letzten 32 ein. Dort gibt es am Samstag ein deutsches Duell mit Kohlschreiber, der den Australier Matthew Ebden mit 6:7 (1:7), 6:3, 6:2, 6:0 schlug.

          Struff qualifizierte sich zum ersten Mal für die dritte Runde der US Open. Der Warsteiner bezwang den 36 Jahre alten Franzosen Julien Benneteau mit 6:2, 4:6, 6:1, 3:6, 6:3. Struff trifft an diesem Samstag entweder auf den an Nummer zehn gesetzten Belgier David Goffin oder den Niederländer Robin Haase.

          Kerber bereit für harten Kampf in der dritten Runde

          Gegen den 36-jährigen Mahut hatte Zverev nie Probleme, als er im zweiten Satz einen 4:2-Vorsprung einbüßte, legte er sofort ein Break nach. Die Partie war nach 1:48 Stunden beendet. „Ich bin sehr glücklich, in der dritten Runde zu sein. Das ist das Grand-Slam-Turnier, bei dem ich in der Vergangenheit ein paar Probleme hatte“, sagte er nach dem Erfolg über Routinier Mahut.

          Kerber setzte sich nach drei klaren Siegen gegen Larsson auch im vierten Vergleich der beiden 30-Jährigen durch. Allerdings verspielte sie im zweiten Durchgang eine 5:2-Führung und konnte beim 5:3 die ersten beiden Matchbälle nicht nutzen.

          Nächste Kontrahentin der US-Open-Siegerin von 2016 ist an diesem Samstag die ehemalige Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulkova aus der Slowakei, im direkten Vergleich heißt es 7:5 für Kerber. „Es wird ein gutes Match, ich freue mich darauf, gegen sie zu spielen“, sagte Kerber. Auch dann muss sie sich auf einen harten Kampf wie gegen Larsson einstellen.

                

          Zur Mittagszeit dauerte es im riesigen Arthur-Ashe-Stadium einige Spiele, bis die Norddeutsche Betriebstemperatur erreichte. Larsson hielt von der Grundlinie gut dagegen, Kerber war manchmal ein bisschen zu passiv, profitierte aber dafür von Fehlern der Nummer 82 der Weltrangliste, die in diesem Jahr das Turnier in Nürnberg gewann.

          Bei erneut mehr als 30 Grad schien beim Stand von 5:2 im zweiten Satz alles klar zu sein, doch Larsson riskierte nun viel mehr als Kerber und belohnte sich: Die ersten beiden Matchbälle beim 5:3 wehrte sie ab und schaffte dann sogar den Satzausgleich.

          Bei einer zehnminütigen Pause in der Kabine hatte Kerber Gelegenheit, sich neu zu sammeln. Mit einem Break gelang ihr das 2:1, doch Larsson wollte ihre große Chance nutzen und machte längst nicht mehr so viele Fehler wie anfangs. Die deutsche Nummer eins konnte gegen die exzellente Doppelspielerin oft nur reagieren und wirkte verunsichert.

          In der mittlerweile gut gefüllten Arena packte die Linkshänderin aber wie so oft noch einmal ihren Kampfgeist aus. Larsson schenkte ihr mit einem Doppelfehler das 5:4. Nach 2:23 Stunden nutzte Kerber ihren dritten Matchball schließlich und applaudierte ihrer Kontrahentin, als diese das Stadion unter dem Applaus der Zuschauer verließ.

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