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US Open : Nur zwei deutsche Männer weiter

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Philipp Kohlschreiber scheitert bei den US Open in Runde 1 an dem Franzosen Nicolas Mahut. Bild: AFP

Die deutschen Tennisherren enttäuschen bei den US Open: Kohlschreiber, Becker und Brandt sind ausgeschieden. Bei den Damen kann sich Julia Görges auf ein ganz besonderes Kräftemessen freuen. Zwei Favoriten sind derweil weiter.

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          Die deutschen Herren haben am zweiten Tag der US Open für zahlreiche Enttäuschungen gesorgt. Von den anfangs acht Männern aus dem Aufgebot des Deutschen Tennis Bundes haben es beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison nur zwei in die zweite Runde geschafft. Einen Tag nach dem Aus von Dustin Brown scheiterten am Dienstag in New York auch die Routiniers Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer und Benjamin Becker sowie Daniel Brands und Jan-Lennard Struff. In der zweiten Runde stehen nur das 19 Jahre alte Top-Talent Alexander Zverev und dessen zehn Jahre älterer Bruder Mischa.

          Bei den Damen folgten Annika Beck, Julia Görges und Laura Siegemund dem am Eröffnungstag erfolgreichen Trio aus Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Carina Witthöft in die nächste Runde. Insgesamt fällt die Auftaktbilanz für den DTB gemischt aus: Acht von 18 Profis sind weiter, zehn nach den ersten Partien schon wieder draußen.

          Williams und Murray weiter

          Die Weltranglisten-Erste Serena Williams ist bei ihrer 17. US-Open-Teilnahme ohne Probleme in die zweite Runde eingezogen. Nach ihrem Achtelfinal-Aus bei den Olympischen Spielen in Rio und der anschließenden Absage für das Turnier in Cincinnati wegen Schulterproblemen kam die 34-Jährige am Dienstag (Ortszeit) zu einem ungefährdeten 6:3, 6:3-Sieg gegen die Russin Jekaterina Makarowa. Die 22-malige Grand-Slam-Turniersiegerin trifft jetzt in einem amerikanischen Duell auf Vania King. Die Wildcard-Starterin bezwang in der ersten Runde die deutsche Qualifikantin Antonia Lottner.

          Olympiasieger Andy Murray hat seine Ambitionen auf den zweiten US-Open-Sieg nach 2012 eindrucksvoll untermauert. Der 29 Jahre alte Tennisprofi aus Schottland ließ am Dienstag (Ortszeit) in seinem Erstrunden-Match dem Tschechen Lukas Rosol keine Chance und gewann in nur 111 Minuten 6:3, 6:2, 6:2. In der zweiten Runde trifft der Weltranglisten-Zweite auf Marcel Granollers aus Spanien.

          Görges trifft auf Venus Williams

          Eine starke Vorstellung zeigte am Dienstag Julia Görges gegen Yanina Wickmayer. Die Weltranglisten-38. aus Belgien hatte im Juli noch das Hartplatz-Turnier in Washington gewonnen. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Vorstellung gegen eine unangenehme Gegnerin“, sagte die 27-Jährige aus Bad Oldesloe nach dem überzeugenden 6:3, 6:2-Erfolg.

          Im Kampf um den Einzug in die dritte Runde trifft Görges am Donnerstag auf die frühere Weltranglisten-Erste und zweimalige US-Open-Siegerin Venus Williams. „Wenn ich so spiele wie heute, habe ich auch gegen sie eine gute Chance. Ich weiß, ich habe das Zeug, sie zu schlagen“, sagte die Nummer 64 der Tennis-Welt selbstbewusst und ergänzte schmunzelnd: „Es ist schön, bei den US Open in New York gegen eine Amerikanerin mit so einem Nachnamen zu spielen.“

          Siegemund dreht Partie

          Venus’ jüngere Schwester Serena erledigte ihre Erstrunden-Pflichtaufgabe in der Night Session souverän. Die Weltranglisten-Erste und 22-malige Grand-Slam-Siegerin setzte sich gegen die Russin Jekaterina Makarowa mit 6:3, 6:3 durch.

          Siegemund drehte nach einem Satzrückstand noch die Partie gegen die Rumänin Patricia Maria Tig. Die Weltranglisten-27. kam zu einem schwer erkämpften 3:6, 6:3, 6:2-Erfolg und spielt jetzt in einem weiteren deutsch-amerikanischen Duell gegen Nicole Gibbs. Beck bezwang die argentinische Qualifikantin Nadia Podoroska 7:6 (8:6), 6:3 und bekommt es nun mit Jelena Wesnina aus Russland zu tun.

          Laura Siegemund zeigte in ihrem Erstrundenmatch eine starke Leistung. Nach einem Satzrückstand drehte sie die Partie gegen die Rumänin Patricia Maria Tig.

          Qualifikantin Antonia Lottner dagegen scheiterte bei ihrem Grand-Slam-Debüt an Vania King aus den Vereinigten Staaten mit 6:7 (2:7), 3:6 und schied als vierte deutsche Spielerin nach Sabine Lisicki, Mona Barthel und Anna-Lena Friedsam am Vortag aus.

          Auswirkungen auf Davis-Cup

          Der deutsche Bundestrainer Michael Kohlmann steht nun vor der schwierigen Aufgabe, ein Team für das Davis-Cup-Relegationsspiel gegen Polen Mitte September zu finden. Hinter dem Einsatz des verletzten Kohlschreiber steht ein großes Fragezeichen. Alexander Zverev ließ sein Mitwirken - zumindest offiziell - offen.

          „Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. Mit mir hat noch keiner geredet“, sagte der 19-Jährige. Dass er auf dem ungeliebten Sand dabei sein wird, gilt aber als sehr unwahrscheinlich.

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