https://www.faz.net/-gtl-8kwgs

Zverev bei den US Open : Mehr als der Sparringspartner seines Bruders

  • Aktualisiert am

Mischa Zverev steht überraschend in Runde zwei Bild: dpa

Aus deutscher Sicht verläuft der erste US-Open-Tag gemischt. Drei Damen und ein Qualifikant kommen weiter, andere scheiden unerwartet aus. Überraschend verläuft auch das Match der Olympiasiegerin.

          Qualifikant Mischa Zverev ist bei den US Open in die zweite Runde eingezogen und hat damit erstmals seit Wimbledon 2009 wieder bei einem Grand-Slam-Turnier ein Match gewonnen. Der ältere Bruder von Top-Talent Alexander Zverev setzte sich am Montag (Ortszeit) gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert mit 6:4, 7:6 (8:6), 4:6, 6:0 durch. Der Weltranglisten-127. trifft bei der mit 46,3 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung in New York jetzt auf den US-Amerikaner Jack Sock. „Es fühlt sich großartig an, ich freue mich sehr darüber“, sagte der 29-Jährige.

          Nach unzähligen Verletzungsrückschlägen in den vergangenen Jahren mit einem Bruch des rechten Handgelenks 2009, angebrochenen Rippen 2010, einem Bandscheibenvorfall 2010 und Rückenproblemen 2011, einem Anriss der Patellasehne 2013 und einer Operation am linken Handgelenk 2014 war der frühere Davis-Cup-Spieler aus der öffentlichen Wahrnehmung zumindest als Aktiver fast schon verschwunden. „Ich habe gemerkt, wie sehr ich das Tennis vermisse und dass ich es doch noch kann“, sagte Mischa Zverev nach seinem Sieg in zwei Stunden und 48 Minuten.

          Für Olympiasiegerin Monica Puig ist schon Schluss

          Die Erfolge seines zehn Jahre jüngeren Bruders inspirierten ihn so sehr, dass er mehr sein wollte als „der beste Sparringspartner meines Bruders“. Alexander Zverev steht mittlerweile auf Platz 28 der Weltrangliste und trifft am Dienstag (17.00 Uhr MESZ) in einem deutschen Duell auf den Deggendorfer Qualifikanten Daniel Brands.

          Dustin Brown dagegen verpasste eine Überraschung gegen den Wimbledonfinalisten Milos Raonic klar und schied in der ersten Runde aus. Der Davis-Cup-Spieler aus Winsen (Aller) verlor gegen den an Nummer fünf gesetzten Kanadier mit 5:7, 3:6, 4:6. In der Damen-Konkurrenz waren zuvor Sabine Lisicki, Mona Barthel und Anna-Lena Friedsam gescheitert. Die Weltranglisten-Zweite Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Carina Witthöft kamen weiter.

          Für Dustin Brown ist das Turnier schon vorbei

          Ein unerwartetes Erstrunden-Aus erlebte Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico. Zwei Wochen nach ihrem Sieg gegen Kerber im Finale von Rio de Janeiro unterlag Puig der Chinesin Zheng Saisai 4:6, 2:6.

          Bei den Herren zogen der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und der an Nummer vier gesetzte Rafael Nadal in die zweite Runde ein. Djokovic setzte sich im ersten Match der Night Session gegen Jerzy Janowicz aus Polen mit 6:3, 5:7, 6:2, 6:1 durch. Nach 2:37 Stunden nutzte der 29-Jährige am Montag (Ortszeit) vor den Augen seines Trainers Boris Becker den ersten Matchball zum Sieg.

          Im Kampf um den Einzug in die dritte Runde trifft der serbische Titelverteidiger auf Jiri Vesely. Der Tscheche entschied seine Partie gegen den indischen Qualifikanten Saketh Myneni nach fünf Sätzen und 3:47 Stunden mit 7:6 (7:5), 4:6, 2:6, 6:2, 7:5 für sich. Nadal gewann ohne Probleme 6:1, 6:4, 6:2 gegen Denis Istomin aus Usbekistan.

          Weitere Themen

          Zverev erreicht Endspiel in Genf

          Tennis : Zverev erreicht Endspiel in Genf

          Endlich wieder ein Endspiel für Alexander Zverev: In Genf spielt sich der deutsche Tennis-Star rechtzeitig vor Beginn der Offenen französischen Tennismeisterschaften wieder in Form.

          Keine Mammut-WM in Katar Video-Seite öffnen

          Nur 32 statt 48 Teams : Keine Mammut-WM in Katar

          Wie die Fifa bekannt gab werden bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar genau so viele Teams wie in den letzten Jahren antreten. Zuvor hieß es, die Anzahl an teilnehmenden Nation sollte auf 48 Mannschaften aufgestockt werden.

          Die Erfolge des Niki Lauda Video-Seite öffnen

          Formel-1-Legende gestorben : Die Erfolge des Niki Lauda

          Der Österreicher Niki Lauda feierte in der Formel 1 große Erfolge und ließ sich auch von Unfällen und Verletzungen nicht unter kriegen. Die rote Kappe wurde zu seinem Markenzeichen. Mit 70 Jahren ist er nun im Kreis der Familie verstorben.

          Topmeldungen

          Amerikas Präsident Donald Trump und sein Außenminister Mike Pompeo

          Saudi-Arabien : Trump umgeht Kongress bei Waffenverkäufen

          Die amerikanische Regierung will Waffen ohne Zustimmung des Kongresses an Saudi-Arabien liefern. Außenminister Mike Pompeo sieht darin eine Abschreckung „iranischer Aggressionen“. Die Demokraten befürchten einen Einsatz der Bomben im Jemen-Krieg.
          Der russische Präsident Wladimir Putin und Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, geben sich während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Moskau die Hand.

          Nach Ibiza-Video : Orbán und Putin wenden sich von Strache ab

          In seinem Ibiza-Video hat Heinz-Christian Strache den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als sein Vorbild bezeichnet. Doch der hat sich nun von Österreichs ehemaligem Vizekanzler distanziert. Auch Putin wendet sich von Strache ab.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.