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US Open : Der schlaue Fuchs Kohlschreiber

  • -Aktualisiert am

Starker Auftritt: Philipp Kohlschreiber lässt die Muskeln spielen Bild: AFP

Mit feinem Händchen und schnellen Beinen: Philipp Kohlschreiber fährt bei den US Open gegen Alexander Zverev einen der größten Siege seiner Karriere ein. Jetzt muss er gleich zwei Hürden gleichzeitig überspringen.

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          Die Haare an seinen Schläfen sind ein wenig grau geworden in all den Jahren auf der Tour, aber der Rest des Mannes ist verdammt gut in Schuss. Bei seiner Jubelgeste nach dem Sieg gegen Alexander Zverev wölbte sich Philipp Kohlschreibers Bizeps eindrucksvoll unterm Ärmelsaum, und in diesem Moment gab es keinen Zweifel, dass er gerade einen der größten Siege seiner Karriere eingefahren hatte. Mit einer perfekten Taktik hatte er das Spiel des jungen Kollegen aus dem deutschen Davis-Cup-Team entschärft und hatte seinen Plan umgesetzt, der da lautete: Ich muss in sein Spiel reinkommen, muss in seinen Kopf reinkommen und muss ihn nerven.

          Genau das schaffte er. Mit der Erfahrung aus 125 Grand-Slam-Spielen, einem feinen Händchen und schnellen Beinen beschäftigte er Zverev mit einer Mischung, die im modernen Tennis nicht mehr oft zu sehen ist, mit der sich aber gleichwohl eine Menge ausrichten lässt – wenn man es denn kann. „Mein variantenreiches Spiel hat ihm sehr weh getan“, stellte der Vierunddreißigjährige nach dem ersten Sieg gegen seinen Nachfolger als Nummer eins in Deutschland seit drei Jahren an gleicher Stelle fest. Je länger die Partie dauerte, desto mehr schwanden Sicherheit und Dynamik in Zverevs Spiel.

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