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US Open : Williams-Schwestern nicht zu stoppen

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Gewohnt dynamisch: Venus Williams Bild: AP

Der Siegeszug der Williams-Schwestern geht weiter. Auch beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres deutet alles auf ein Finale der Powergirls hin.

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          Venus tippt auf Venus, Serena tippt auf Serena. Nur Vater Richard Williams ist der Ausgang des Familienduells angeblich völlig egal: „Hauptsache, am Ende kriegt eine Williams den Pokal.“

          Vor dem Damen-Halbfinale der US Open am Freitag gehen die Power-Schwestern einmal mehr als Topfavoriten ins Rennen um den letzten Grand-Slam-Titel des Jahres. Während Titelverteidigerin Venus gegen die Französin Amelie Mauresmo kaum ins Straucheln kommen sollte, kündigte die wiedergenesene Lindsay Davenport der Weltranglistenersten Serena einen harten Kampf an: „Ich bin eine der wenigen, die den Williams körperlich Paroli bieten kann. Der Weg zum Titel führt nur über mich.“

          „Das ist mein Heimspiel, hier habe ich meine ersten großen Erfolge gefeiert.“

          Geht es nach den Buchmachern im Spielerparadies Las Vegas, müssten die Halbfinals gar nicht erst gespielt werden. Serena Williams gilt nach ihren Erfolgen von Paris und Wimbledon mit einer Wettquote von 2:1 als das Maß aller Dinge, Venus (3:1) liegt nach dem überlegenen 6:2, 6:3-Viertelfinalsieg über Monica Seles beinahe gleichauf. „Jetzt will ich den Three-Peat“, formulierte die ältere Williams ihr Ziel, als erste Spielerin nach Chris Evert (1975-1978) die US Open dreimal in Folge zu gewinnen.

          Vor allem die beinahe spielerische Leichtigkeit ihres Erfolges über die immerhin an Nummer sechs gesetzte Seles untermauert den Optimismus, den Venus seit Beginn der Turniers an den Tag legte: „Das ist mein Heimspiel, hier habe ich meine ersten großen Erfolge gefeiert.“

          „Sister Acts“

          Ihrer gedemütigten Gegnerin blieb nichts anderes übrig, als zerknirscht zuzustimmen: „Wenn sie so aufschlägt wie heute, ist Venus schwer zu stoppen. Ich fand kein Mittel gegen ihr Spiel, Mauresmo dürfte es kaum leichter haben.“ Derweil verschwendete Serena Williams noch keinen Gedanken an ein mögliches Endspiel gegen ihre große Schwester: „Das Halbfinale gegen Lindsay ist vielleicht das schwierigere Match. Wenn ich das überstehe, werde ich mich mit Venus befassen.“ So blieb es Vater Williams überlassen, über den Ausgang eines möglichen dritten „Sister Acts“ bei den diesjährigen Grand-Slam-Turnieren zu spekulieren: „Eine schwere Frage. Serena spielt derzeit das beste Tennis, aber sie strebt zu oft nach Perfektion. Venus hat den kühlsten Kopf im Damentennis.“

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