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US Open : Schruff verliert gegen Scharapowa

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Hat Julia Schruff auf ihren Platz verwiesen: Maria Scharapowa Bild: dpa/dpaweb

Beeindruckt von der der Schlagkraft Maria Scharapowas ist Julia Schruff in der dritten Runde der US Open ausgeschieden. Auch der unglückliche „Lucky Loser“ Björn Phau stand in seinem Zweitrundenmatch gegen den Finnen Jarkko Nieminen auf verlorenem Posten.

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          Beeindruckt von der riesigen Tennis-Schüssel in New York und der Schlagkraft von Maria Scharapowa ist Julia Schruff in der dritten Runde der US Open ausgeschieden.

          Die zierliche Stuttgarterin trotzte der topgesetzten Russin zwar mehr als es der Weltranglisten-Zweiten recht war, doch an der 2:6; 4:6-Niederlage war nicht zu rütteln. Auch der unglückliche „Lucky Loser“ Björn Phau, der erst durch die Absage des verletzten Russen Marat Safin ins Hauptfeld gerutscht war, stand in seinem Zweitrundenmatch gegen den Finnen Jarkko Nieminen auf verlorenem Posten und mußte sich nach dem 2:6, 4:6, 7:5, 4:6 mit 25.000 Dollar Preisgeld trösten.

          „Ich will Maria so viel wie möglich ärgern“

          „Ich will Spaß haben und Maria so viel wie möglich ärgern“, hatte sich Julia Schruff vorgenommen. Und das schaffte die 23 Jahre alte Stuttgarterin vor der imposanten Kulisse des mit gut 12.000 Zuschauern halb gefüllten Arthur-Ashe-Stadion von Flushing Meadow nach anfänglichem Fracksausen ziemlich gut. Zwar konnte sie in ihrem hellblauen Dress, das Mutter Ingrid nach jedem Sieg in New York für ihre abergläubische Tochter eiligst gewachsen hat, den plazierten und harten Schlägen der Wimbledonsiegerin über weite Strecken nur wenig entgegen setzen. Doch in Punkto Einsatzfreude und Spielwitz konnte sie der in den Vereinigten Staaten lebenden fünf Jahre jüngeren Kontrahentin durchaus Paroli bieten.

          Verlor gegen den Finnen Jarko Nieminen: Björn Phau
          Verlor gegen den Finnen Jarko Nieminen: Björn Phau : Bild: dpa/dpaweb

          Dabei hatte sie beim ersten Gang auf einen Grand-Slam-Center-Court wie befürchtet weiche Knie bekommen. Das änderte sich auch in den ersten drei Spielen nicht, die sie prompt verlor. Doch dann kämpfte sie mutig und frech zurück. Maria Scharapowa schien nicht nur beeindruckt zu sein. Bei so manchem Return machte sie überdies nicht die glücklichste Figur. Als hörbarer Beweis dafür, daß die große Blonde Respekt bekam, wurde ihr Stöhnen bei jedem Schlag merklich lauter. Und siehe da: Julia Schruff gestaltete das Match im zweiten Durchgang sogar ausgeglichen. „Hauptsache ich bekomme nicht eine Klatsche, wie die beiden Spielerinnen vor mir“, hatte sie sich vorgenommen.

          Der kühle Finne schlug eiskalt zurück

          Tatsächlich kam es ganz anders und mit etwas Glück wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen, als der erste Einzug in die dritte Runde bei den US Open. Das hatte Björn Phau nach dem gewonnen dritten Satz gegen Nieminen auch gedacht. 4:1 lag der im Junior-Team von Boris Becker groß gewordene Münchner im vierten Durchgang schon in Führung und dachte bereits an den entscheidenden Satz. Doch der kühle Finne schlug unterstützt von unerklärlichen Fehlern seines 25 Jahre alten Kontrahenten eiskalt zurück und brachte den Sieg sicher unter Dach und Fach.

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