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US Open : Justine Henin gewinnt belgisches Finale

  • Aktualisiert am

Erst Paris, jetzt New York: Justine Henin Bild: dpa/dpaweb

Justine Henin-Hardenne hat das belgische Duell gegen Kim Clijsters bei den US Open für sich entschieden und nach ihrem Triumph bei den French Open ihr zweites Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr gewonnen.

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          Mit den Steherqualitäten eines angeschlagenen Champions hat sich die belgische Tennisspielerin Justine Henin- Hardenne zum ersten US-Open-Triumph gekämpft und Kim Clijsters in Abwesenheit der Williams-Schwestern erneut den Verlierer-Stempel aufgedrückt.

          Keine 24 Stunden nach ihrer von Krämpfen begleiteten Aufholjagd im Halbfinal-Drama gegen Jennifer Capriati siegte die 21jährige im rein belgischen Endspiel am Samstag in New York 7:5, 6:1.

          „Was ich geschafft habe, war einfach großartig“

          Justine Henin-Hardenne, die neue Nummer zwei der Welt, wiederholte ihren klaren Erfolg von den French Open und durfte sich nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel über eine Million Dollar Preisgeld freuen. Kim Clijsters gelang es auch im dritten Anlauf nicht, eines der vier wichtigsten Turniere zu gewinnen, nachdem sie in Paris gegen Henin-Hardenne und Capriati unterlegen war.

          Die Amerikanerin hatte im dreistündigen Halbfinale gegen Henin-Hardenne mehrmals schon wie die Siegerin ausgesehen, musste sich am Ende aber 6:4, 5:7, 6:7 (4:7) geschlagen geben. Nach ihrem Erfolg im 81 Minuten dauernden Endspiel blickte Henin-Hardenne noch einmal zurück. „So ein Match hätte ich vor einem Jahr noch nicht beendet. Was ich da geschafft habe, war einfach großartig. Jetzt bin ich die glücklichste Frau der Welt. Ich dachte immer, der erste Grand-Slam-Titel sei der schönste, aber das hier ist ein ganz großer Moment.“

          Clijsters mit Negativ-Serie in Grand-Slam-Finale

          Jennifer Capriati hatte 5:3 im zweiten Satz und 5:2 im dritten geführt und wurde in ihrer Geburtsstadt frenetisch angefeuert. „Das hat mich so überwältigt, daß ich meine Konzentration verloren habe. Bei so viel Adrenalin spiele ich mein bestes und mein schlechtestes Tennis“, erklärte die 27jährige nach dem besten Match des Turniers.

          Die Negativ-Serie von Kim Clijsters bei Grand-Slam-Endspielen geriet dabei fast zur Nebensache. Die Weltranglisten-Erste fand ihre stets positive Einstellung schnell wieder: „Ich bin natürlich enttäuscht. Doch meine Saison war bisher unglaublich, deshalb werde ich mich nicht darüber beschweren“, sagte die 20jährige.

          Roddick bleibt Amerikas Hoffnung

          Andre Agassi wurde dagegen von Juan Carlos Ferrero ausgeknockt. Mit dem 6:4, 6:3, 4:6, 6:4-Erfolg zog der French-Open-Sieger aus Spanien nicht nur erstmals ins Finale am Sonntag (22.00 Uhr MESZ) ein, sondern übernahm auch noch Rang eins in der fortlaufenden Weltrangliste. Der Spanier ist der 21. Spieler, der seit Einführung der Computer-Rangliste das so genannte „Entry Ranking“ anführt. Im Champions Race, der Wertung für das Kalenderjahr, führt Andy Roddick.

          Der Amerikaner verhinderte ein sportliches Fiasko für die Gastgeber und erreichte mit 6:7 (4:7), 3:6, 7:6 (9:7), 6:1, 6:3 über den Argentinier David Nalbandian das Endspiel. Bei seinem Comeback mit 38 Assen wehrte Roddick im Tiebreak des dritten Satzes einen Matchball ab. Beide Finalisten sind bereits für den Masters Cup der besten acht Tennisprofis am Saisonende in Houston qualifiziert.

          Agassi denkt nicht an Abschied

          Andre Agassi ist zwar schon 33 Jahre alt, will aber trotz seines fortgeschrittenen Alters und einer wachsenden Familie noch nicht abtreten. „Irgendetwas müßte sich schon komplett für mich ändern, damit ich nicht hierher zurückkomme“, sagte Agassi, verhehlte aber nicht seine Enttäuschung darüber, daß ihm nach seinem Sieg bei den Australian Open der Griff nach der dritten Krone in Flushing Meadows erneut verwehrt blieb. In den vergangenen beiden Jahren hatte ihm jeweils der zurückgetretene Pete Sampras den Weg verbaut.

          Ferrero wird in den Vereinigten Staaten nicht recht als Spitzenreiter der Weltrangliste anerkannt - sehr zum Zorn von Agassi: „Sie müssen mir erklären, wie es jemand nicht verdienen kann, die Nummer eins zu sein. Wenn Sie ihn nicht kennen, hätten Sie einfach das Fernsehen einschalten sollen“, antwortete er einer Reporterin. Mangelnde Bekanntheit oder Unkenntnis seien nicht Ferreros Problem. Dieser drückte es so aus: „Weil ich bei den US Open bisher nicht gut gespielt habe, kannten mich die hier Leute nicht. Jetzt schon.“

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