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US Open : Haas hofft auf Wunderheilung

  • Aktualisiert am

„Ohne Schmerzen bin ich gefährlich”: Tommy Haas Bild:

Tennis-Profi Thomas Haas musste das Vorbereitungsturnier auf die US Open in Long Island verletzt abbrechen.

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          Thomas Haas hat sich im Halbfinale von Long Island krank gemeldet und hofft zwei Tage vor Beginn der US Open auf eine Wunderheilung. „Mein verfluchter rechter Ellenbogen“, sagte der Tennisprofi aus Hamburg . Das Match gegen Paradorn Srichaphan hatte der Titelverteidiger tags zuvor sausen lassen, weil er „den Schläger kaum halten“ konnte. Das Finale gegen den Argentinier Juan Igncio Chela, der den Spanier Alex Corretja in der Vorschlussrunde mit 6:2, 2:6, 6:4 ausschaltete, schenkte der 24-Jährige dem Thailänder ohne Gewissensbisse in dem Glauben, nur so seine Chancen für Flushing Meadows wahren zu können. „Ohne Schmerzen bin ich gefährlich.“

          Der Daviscup-Akteur, der in vier Wochen gegen Venezuela den Abstieg mit verhindern will, war schon nach dem gegen den Finnen Jarkko Nieminen mit 3:6, 6:4, 6:2 gewonnenen Viertelfinale mit seinem Latein am Ende. „Beim Matchball hatte ich überhaupt kein Gefühl mehr im Arm. Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll.“ Die schon Monate andauernde Achterbahnfahrt zwischen Hoffen und Bangen lässt die Konkurrenz kalt. So recht glauben mag Pete Sampras jedenfalls nicht daran, dass Haas die Verletzung zur Absage der US Open zwingen wird. Ganz im Gegenteil: Der beste Tennisspieler aller Zeiten zählt den Bollettieri-Schützling sogar zu den „gefährlichsten Außenseitern“.

          Sampras „will auf jeden Fall weitermachen“

          Sich selbst sieht Sampras trotz der Pleiten der vergangenen Wochen weiter als einen der Favoriten neben seinem Landsmann Andre Agassi und der Nummer eins aus Australien, Lleyton Hewitt. „Ich bin noch 100 Prozent motiviert“, sagte der 30-jährige Amerikaner und kündigte an: „Das werde ich in Flushing Meadows beweisen. Die US Open und Wimbledon will ich noch einige Male gewinnen.“

          Einen Erfolg auf dem roten Sand in Roland Garros hat der Grand-Slam-Rekordsieger (13 Titel) dagegen ebenso abgehakt wie den Gedanken an ein Karriereende noch in diesem Jahr. „Das schließe ich definitiv aus; ich werde auf jeden Fall weitermachen.“

          Nur elf Deutsche in Flushing Meadows

          Dies ist auch die Devise von Venus Williams. Die Amerikanerin holte sich beim mit 585.000 Dollar dotierten Turnier in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut ihren vierten Titel in Serie. Die 7:5, 6:0-Lehrstunde im Duell der US-Open-Siegerinnen gegen Lindsay Davenport war ihr 28. Turniersieg - Honorar: 93 000 Dollar.

          Angeführt von Thomas Haas und Barbara Rittner ist eine nur elf Profis (fünf Damen/sechs Herren) starke Delegation des Deutschen Tennis Bundes (DTB) im „big apple“ am Start. Als letzte kämpften sich Lars Burgsmüller und Alexander Waske durch die Qualifikation in den erlauchten Kreis der jeweils 128 Akteure der Hauptfelder.

          Haas: „ Das soll nicht alles gewesen sein“

          Der Essener Burgsmüller spielt zunächst gegen den Schweden Robin Soderling. Waske, der Frankfurter war die Überraschung in Wimbledon, bekommt es mit Guillermo Coria aus Argentinien zu tun und könnte danach auf Rainer Schüttler treffen. Den härtesten Brocken der deutschen Tennis-Asse muss zum Auftakt der mit 16,1 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung Nicolas Kiefer verdauen. Der Holzmindener muss gegen den russischen Mitfavoriten und 2000er Gewinner Marat Safin auf den Hartplatz.

          Für den an Nummer drei gesetzten Haas beginnt das letzte der vier Grand-Slam-Turniere der Saison dagegen mit Aufbaugegner David Sanchez aus Spanien. Die Fragezeichen setzt lediglich die lädierte Schulter. Aber Haas will kämpfen und die Zähne zusammen beißen: „Ich war hier zwei Mal im Achtelfinale. Das soll nicht alles gewesen sein.“

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