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Urteil : DFB freigesprochen: Keine Verantwortung für Hooligan-Angriff

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Ein von englischen Hooligans schwer verprügelter deutscher Fußball-Fan ist mit einer Schmerzensgeld- und Schadensersatzklage gegen den DFB gescheitert.

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          Ein von englischen Hooligans schwer verprügelter deutscher Fußball-Fan ist mit einer Schmerzensgeld- und Schadensersatzklage gegen den Deutschen Fußballbund (DFB) gescheitert.

          Der Mann aus Meersburg am Bodensee war im September 2001 am Rande eines Fußball-Länderspiels im Münchner Olympiastadion in eine Horde randalierender britischer Gewalttäter geraten. Sie schlugen ihn bewußtlos, wobei der Mann eine Gehirnerschütterung und starke Prellungen erlitt. Er war danach drei Wochen krankgeschrieben.

          Der Kläger zog 2004 vor Gericht und warf dem DFB als Veranstalter vor, daß die Sicherheitsvorkehrungen für das Spiel unzureichend gewesen seien. Er verlangte deswegen rund 1800 Euro von dem Verband. Doch sowohl das Amtsgericht München, als auch - in einer Berufungsverhandlung - das Landgericht wiesen die Klage zurück, wie die Pressestelle am Montag mitteilte.

          Bei solchen Großveranstaltungen könnten gewalttätige Übergriffe nicht völlig ausgeschlossen werden, betonten die Richter. Es könne dem Veranstalter nicht zugemutet werden, „für jeden Stadionbesucher eine eigene Sicherheitskraft“ abzustellen. Besucher von internationalen Fußballspielen müßten „mit Krawallen, Gewalttätigkeiten und Angriffen rechnen“. Die Attacke auf den Kläger sei zwar tragisch, sie sei aber nicht auf eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht des DFB zurückzuführen. (Az.: 242 C 28746/04 und 34 S 1125/05)

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