https://www.faz.net/-gtl-3mta

UI-Cup : Lockerer Stuttgarter Sieg gegen Lokeren

  • Aktualisiert am

Gerangel um den Ball: Typische UI-Cup-Szene zwischen Stuttgart und Lokeren Bild: dpa

Der VfB hat den SK Lokeren in der zweiten UI-Cup-Runde ausgeschaltet. Probleme bereitet der üppig dotierte Endlosvertrag von Balakow.

          2 Min.

          Auf dem Weg in den Uefa-Pokal ist der VfB Stuttgart durch einen 1:0-Sieg im Rückspiel der zweiten UI-Cup-Runde beim belgischen Vertreter SK Lokeren ein Stück weiter gekommen. Dennoch knistert es bei den Schwaben.

          Streitobjekt ist der bulgarische Mittelfeldregisseur Krassimir Balakow. Die VfB-Bosse erhoffen sich von dem 36 Jahre alten Großverdiener Balakow, der rund drei Millionen Euro Jahresgehalt kassiert, zur Schonung der leeren Vereinskassen einen freiwilligen Gehaltsverzicht. Im Gegenzug soll der Bulgare nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Co-Trainer beim VfB beginnen können.

          Balakow genießt Rentenvertrag

          Doch Balakows Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er einen Fitnessnachweis von einem Arzt seiner Wahl vorlegen kann und die dementsprechende Option zieht. Dass Balakow aus diesem Rentenvertrag den Rückzug antritt, ist eher unwahrscheinlich. „So lange ich mich fit fühle, mache ich weiter“, sagte der Bulgare. Der Verein lässt die Vertragsklausel, die der frühere VfB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder dem Bulgaren zugestanden hatte, juristisch prüfen.

          „Aus Erfahrung weiß ich, dass Verträge schon mal unterschiedlich interpretiert werden können. Als Trainer ist dies aber nicht meine Arbeit, zumal ich die Verträge überhaupt nicht kenne“, spielte Magath den Ball der Stuttgarter Geschäftsführung zu. Balakow selbst wollte die Sache nicht kommentieren. „Das ist Sache meines Beraters und des Vereins. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit“, sagte der Spielmacher, der in Lokeren an fast allen gefährlichen Aktionen der Schwaben beteiligt war. „Sportlich ist Krassimir zurzeit kein Thema“, stellte Magath fest.

          Adhemar zurück nach Brasilien

          Dagegen ist die Zeit des Brasilianers Adhemar in Stuttgart abgelaufen. Der Angreifer steigt vorzeitig aus seinem noch bis 2003 laufenden Vertrag aus und kehrt zu seinem Heimatverein Sao Caetano zurück. „Es ist vorbei, und ich glaube, der VfB ist froh, dass er mein Gehalt sparen kann“, sagte der 30-Jährige.

          Adhemar war im Januar 2001 auf Wunsch von Magath-Vorgänger Ralf Rangnick für eine Ablösesumme von rund 1,5 Millionen Euro nach Stuttgart gekommen. Er hatte mit drei Toren in seinem ersten Spiel einen perfekten Einstand und rettete den VfB mit sieben Toren in elf Spielen damals vor dem Abstieg. Bei Felix Magath kam er nicht mehr zum Zug und erzielte in 28 Spielen nur zwei Treffer.

          Gegen Perugia „fast schon Uefa-Cup“

          Nach dem 2:0-Hinspielsieg hätten Ganea (41.), Balakow (70.) und Seitz (87.) den VfB vor 2.500 Zuschauern auch in Lokeren zu einem lockeren Sieg schießen können. Den machte dann Hleb mit seinem Treffer erst in der Nachspielzeit perfekt.

          „Wir haben es uns durch zu viele Ballverluste selbst schwer gemacht“, kritisierte Magath: „Unser Auftritt war unsouverän. Wir haben zu wenig getan, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden.“ Magaths Vorfreude auf den italienischen Erstligisten AC Perugia in der dritten UIC-Runde (20./21. und 27./28. Juli) war dennoch groß. „Das könnte glatt schon Uefa-Cup sein.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Maybrit Illner hat in ihrer Sendung am 25.02.2021 mit ihren Gästen über die Frage „Lockern, aber sicher - geht das?“ diskutiert.

          TV-Kritik: „Maybrit Illner“ : „Wir können einfach nicht mehr“

          Deutschland steht vor der dritten Corona-Welle, aber alle reden über Wege aus dem Lockdown. Ob „sichere“ Lockerungen möglich sind, wollte Maybrit Illner mit Ihren Gästen diskutieren. Dabei wurde eine andere Frage zum unvorhergesehen Hauptthema.
          Eine Frage des Preises: Fertigparkett kostet weniger als Massivholz, aber die einzelnen Holzstücke sind versiegelt oder lackiert und fraglich ist, was für Substanzen ausgedünstet werden.

          Gesundes Zuhause : Besser wohnen ohne Schadstoffe

          Sich ein gesundes Heim zu bauen oder einzurichten ist schwer. Kenner raten dazu, sich nah an der Natur zu halten. Oft ist es gar nicht so leicht, Schadstoffe zu vermeiden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.