https://www.faz.net/-gtl-3wic

Uefa-Cup : Verlaat wird zum tragischen Helden

  • Aktualisiert am

1:1 - Frank Verlaat jubelt für Bremen Bild: dpa

Erst brachte Bremens Abwehrchef Frank Verlaat mit seinem Ausgleichstor Werder gegen Arnheim wieder ins Spiel, dann unterlief ihm ein Eigentor.

          Vom umjubelten Torschützen zum Pechvogel: Ausgerechnet Frank Verlaat hat den SV Werder Bremen um eine hervorragende Ausgangsposition für die 3. Runde im UEFA-Cup gebracht. Beim unglücklichen 1:2 (1:1) der Hanseaten im Zweitrunden-Hinspiel bei Vitesse Arnheim avancierte der Niederländer am Donnerstagabend mit dem 1:1-Ausgleich (43. Minute) und einem Eigentor (62.) zum tragischen Helden.

          Matthew Amoah (37.) hatte den Tabellen-Neunten der holländischen Ehrendivision vor 20.000 Zuschauern in Führung gebracht. Im Weserstadion müssen die Bremer am 14. November in ihrem 107. Europapokal-Spiel den Spieß umdrehen.

          Beim „Hallenspiel“ unter dem geschlossenen Dach der Multifunktions-Arena „Gelredome“ vertraute Werder-Trainer Thomas Schaaf jener Elf, die in der Bundesliga zuletzt 1:4 gegen Meister Borussia Dortmund verloren hatte. Auch Regisseur Johan Micoud, der sein Schleudertrauma fast auskuriert hat, und der erkältete Krisztian Lisztes waren wieder mit von der Partie. Beide setzten aber ebenso wie der später ausgewechselte Ailton und sein Sturmpartner Angelos Charisteas kaum Akzente. Dagegen überzeugte die SV-Abwehr, die in den letzten beiden Bundesliga-Spielen gleich acht Treffer zugelassen hatte.

          Hohes Tempo, wenig Klasse

          Das Spiel hatte Tempo, aber kaum Klasse; prickelnde Strafraumszenen und Torchancen hatten Seltenheitswert. Einer der überfallartigen Angriffe der Gastgeber führte schließlich zum sehenswerten Führungstreffer: Amoah zog nach einem Traumpass unwiderstehlich davon und ließ Werder-Keeper Pascal Borel mit seinem Flachschuss ins lange Eck keine Chance. Beim 1:1 verlängerte Frank Baumann eine Ailton-Ecke per Kopf - Verlaat stand am langen Pfosten goldrichtig.

          Beim Eigentor rutschte Verlaat unglücklich in eine scharfe Eingabe von Bob Peeters, der vor der Pause (29.) ebenso wie Charisteas (35.) seineKopfballchance nicht nutzen konnte. Nach der Pause wurde die Partie auch nicht besser, aber hektischer und ruppiger.

          Von den rund 1.100 mitgereisten Werder-Fans waren 30 vor der Partie in der Innenstadt aus der Rolle gefallen. Einen der Randalierer nahm die niederländische Polizei vorübergehend in Gewahrsam, die anderen Krawallmacher wurden bis ins Stadion eskortiert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Pläne der Senderführung beim HR sind ein Misstrauensvotum gegen die eigenen Mitarbeiter.

          Kurs des Hessischen Rundfunks : Weniger Kultur wagen?

          Beim Hessischen Rundfunk soll das Radio-Kulturprogramm hr2 nach dem Willen der Senderführung verschwinden. Die Argumentation für diesen Schritt ist typisch. Sie zeugt von Verachtung – für die Kultur, die Mitarbeiter und die Beitragszahler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.