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Uefa-Cup : Tanko erlöst den SC Freiburg

  • Aktualisiert am

Der Erlöser: Ibrahim Tanko mit Kollegen Bild: AP

Erst in der 88. Minute sicherte Tanko mit seinem Tor zum 2:1 gegen SKM Puchov den Freiburger Einzug in die zweite Uefa-Cup-Runde.

          2 Min.

          Der SC Freiburg steht erstmals in der zweiten Runde des Uefa-Pokals. Der Fußball-Bundesligist zitterte sich gegen die slowakischen Nobodies von Matador Puchov nach dem 0:0 im Hinspiel trotz deutliche Überlegenheit zu einem mühsamen 2:1 (1:0).

          Ibrahim Tanko markierte erst zwei Minuten vor Schluss das Siegtor für die Hausherren, die im vierten Europapokalspiel der Vereinsgeschichte ihren ersten Sieg einfuhren. „Der Zeitpunkt des Siegtores war zwar glücklich, aber auf jeden Fall verdient“, sagte Freiburgs Trainer Volker Finke. Gästestürmer Lubos Pernis hatte mit seinem Treffer zum 1:1 (51.) die 18.855 Zuschauer im ausverkauften Dreisamstadion auf die Folter gespannt, als er Soumaila Coulibaly Führungstor ausglich (20.). Ein 1:1 hätte den Breisgauern nicht gereicht.

          Freiburg zauberte nur eine Halbzeit

          Mit gefälligem Kombinationsspiel hatte Freiburg Puchov zunächst unter Druck gesetzt. Bereits nach sieben Minuten hätten die Schützlinge von Trainer Volker Finke in Führung gehen können, doch ein Schuss von Coulibaly klatschte aus 18 Metern nur an die Latte. 13 Minuten später machte es der 23-Jährige besser: Nach glänzender Vorarbeit von Alexander Iaschwili vollendete Coulibaly mit einem platzierten Schuss aus 15 Metern ins linke untere Eck zur 1:0-Führung.

          Gegen die zunächst äußerst defensiven Gäste verpassten es die Freiburger jedoch, für das beruhigende 2:0 zu sorgen. Erst köpfte Jung-Nationalspieler Sebastian Kehl (33.) aus fünf Metern übers Tor. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff scheiterte zudem Kobiaschwili mit einem an Coulibaly verursachten Strafstoß an Puchovs sicherem Schlussmann Bernady.

          Die Szene hatte für Finke entscheidenden Einfluss auf die unsichere zweite Halbzeit seines Teams: „Ich hatte das Gefühl, dass zu viele Spieler dem vergebenen Elfmeter nachgetrauert haben. Einige haben wohl gedacht, dass es ein geiles Gefühl wäre, mit 2:0 in die Pause zu gehen. Von daher war es ein wichtiges Spiel für uns, in dem wir viel lernen konnten.“

          Verunsicherung in der zweiten Halbzeit

          Puchov hatte in der ersten Halbzeit nur eine Torchance. Ein Schuss von Radek Buchta stellte für Freiburgs Keeper Richard Golz allerdings kein Problem dar. Nach der Pause kamen die Gäste allerdings verwandelt aus der Kabine. Zunächst setzte Pernis einen Schuss (46.) und einen Kopfball (48.) über das Freiburger Gehäuse. Dann traf der bullige Stürmer schließlich aus sieben Metern zum 1:1 (51.).

          Nach dem Ausgleich war den Freiburgern die Verunsicherung deutlich anzumerken. Der Kombinationswirbel der ersten Halbzeit machte planlosem Brechstangen-Fußball Platz. Ibrahim Tanko (54.) und Iaschwili (62.) scheiterten mit zwei Schüssen aus zehn Metern Entfernung. Erst kurz vor Schluss brachte Tanko die Erlösung.

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