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Uefa-Cup : Stuttgart kämpft ums Weihnachtsgeld

  • Aktualisiert am

Will Höhenflug fortsetzen: VfB-Coach Felix Magath Bild: dpa

In der dritten Runde des Uefa-Cup spielt der VfB Stuttgart beim FC Brügge (Donnerstag 20.30 Uhr). Erstmals würden die verschuldeten Schwaben auch Prämien an die Spieler ausschütten.

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          Die „jungen Wilden“ des VfB Stuttgart wollen nun auf europäischem Parkett auch die Routiniers des FC Brügge alt aussehen lassen.

          „Wir möchten wie in den Bundesliga-Spielen auswärts mitmischen und mindestens ein Tor erzielen“, kündigte Trainer Felix Magath vor dem Drittrunden-Hinspiel der Schwaben im Uefa-Pokal am Donnerstag (20.30 Uhr) an.

          Erinnerungen

          Gegen Belgiens Tabellenführer steht für den VfB die erste von drei knallharten Bewährungsproben innerhalb von zehn Tagen an. „Brügge ist für uns der bisher schwerste Gegner in dieser Saison“, warnte Magath, dessen Erfolgstruppe danach in den Spitzenspielen am Sonntag bei Werder Bremen und gegen den FC Bayern München antreten muss.

          Nach sieben Bundesliga-Spielen ohne Niederlage und Lobeshymnen aus ganz Fußball-Deutschland ist beim Tabellendritten das Selbstbewusstsein enorm, aber nicht grenzenlos. In den Stuttgarter Medien werden dieser Tage Erinnerungen gar an das „Magische Dreieck“ mit Fredi Bobic, Giovane Elber und Krassimir Balakow und an die furiose Saison nach dem Aufstieg 1977 geweckt.

          „Anzeichen für Übermut“

          „Heute sind wir alle immer noch zufrieden“, meinte Magath schmunzelnd, erklärte aber: „Es gibt keine Anzeichen für Übermut. Dafür sind die Aufgaben, die jetzt kommen, zu schwierig.“

          Die Vorzeichen für das Spiel gegen die in der Champions League gescheiterten Belgier sind jedoch nicht nur glänzend: 1998 schied der VfB nach einem 1:1 und 2:3 nach Verlängerung in der zweiten Runde gegen Brügge aus.

          „Wiedersehen“

          „Damals haben wir Pech gehabt. Jetzt ist es machbar, dass wir weiterkommen“, sagte Kapitän Zvonimir Soldo. Brügges Bilanz gegen deutsche Clubs steht zudem bei sieben Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen.

          Vor gut einem Jahr hat der VfB ein Testspiel gegen den elfmaligen belgischen Meister mit 1:0 gewonnen. Für Rolf Rüssmann gibt es am Donnerstag ein Wiedersehen: Der VfB-Sportdirektor spielte 1973 nach dem Bundesliga-Skandal für Brügge und hat „noch viele Freunde“ in diesem Verein.

          Siegpämien winken

          Für den Fall des Erreichens des Achtelfinales dürfte auch Manager Rolf Rüssmann aufatmen. Dem mit 16,6 Millione Euro verschuldeten viermaligen deutschen Meister winken weitere Einnahmen. Damit könnte es für die Spieler noch eine Weihnachts-Gratifikation in Form der in dieser Saison bislang nicht bezahlten Siegprämien geben.

          Dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist weiß auch Magath. „Die Belgier sind sicher reifer als wir. Die spielen sehr geschlossen, sehr konzentriert und aggressiv“, urteilte Magath über das Team des norwegischen Trainers Trond Sollied.

          Die Schwaben können in Brügge wieder auf Fernando Meira und Viorel Ganea zurückgreifen. Der Portugiese Meira war zuletzt in der Bundesliga gesperrt, Angreifer Ganea mit einer Kieferverletzung ausgefallen. Rui Marques (Zehenprellung), Sean Dundee (Grippe) und Torhüter Timo Hildebrand werden in Stuttgart bleiben. Für den U-21- Nationalspieler käme ein Einsatz nach seiner Viruserkrankung zu früh.

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