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Uefa Cup : Schalke in Runde drei - Böhme vor Rauswurf

  • Aktualisiert am

Auch Schalke-Stürmer Emile Mpenza (r.) blieb harmlos Bild: AP

Ein mageres 0:0 gegen Legia Warschau reichte dem FC Schalke 04 nach dem Hinspielsieg, um in die nächste Uefa-Cup-Runde einzuziehen.

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          Mit einer enttäuschenden Nullnummer hat Schalke 04 das Ticket für die dritte Uefa-Cup-Runde gelöst, doch intern gibt es beim DFB-Pokal-Sieger Ärger um Nationalspieler Jörg Böhme. Beim 0:0 gegen Legia Warschau, das den Gastgebern nach dem 3: 2-Hinspielsieg zum vierten Einzug in Runde drei nach 1976/77, 1996/97 und 1997/98 reichte, fehlte der „königsblaue“ Pokalheld aus disziplinarischen Gründen.

          Der 28-Jährige war von Trainer Frank Neubarth und Manager Rudi Assauer wegen „unprofessionellen und teamschädigenden Verhaltens“ aus dem Kader gestrichen worden. Manager Assauer drohte dem siebenmaligen Nationalspieler, der angeblich mit einem Wechsel zum Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen liebäugelt, sogar mit dem Rauswurf. „Wenn er Dinge nicht einsieht, die elementar sind im Profi-Fußball, können wir auch zum Jahresende tschüss sagen“, erklärte Assauer. Und: „Sobald du einen faulen Apfel im Korb hast, ist es gefährlich. Da schmeißt du lieber den faulen Apfel raus, und es ist Ruhe im Karton.“

          Andreas Möller enttäuschte erneut

          Böhme, der schon in der vergangenen Saison beim Pokalspiel in Bielefeld (2:1) auf die Tribüne verbannt worden war, war am Mittwochabend von Coach Neubarth aus dem Trainingslager nach Hause geschickt worden. Am Freitagmorgen soll sich entscheiden, ob der Linksfuß noch eine Zukunft bei den „Königsblauen“ hat.

          „Das ist bei ihm schon eine lange Geschichte“, sagte Aussauer, „aber irgendwann ist mal Schluss. Dann muss man die Reißleine ziehen. Seit zwei Jahren trommel ich ihm immer wieder dasselbe ins Ohr. Alle zwei Wochen rede ich mit ihm, und dann ist wieder die gleiche Scheiße.“ DFB-Teamchef Rudi Völler hatte Böhme noch am Donnerstag mittag in den Kader der Nationalmannschaft für das Freundschaftsspiel gegen die Niederlande berufen.

          Ohne Böhme boten die Gelsenkirchener vor 52.260 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Arena AufSchalke gegen den siebenmaligen polnischen Meister eine schwache Vorstellung. Vor allem Spielmacher Andreas Möller enttäuschte und musste sich bei zahlreichen Fehlpässen Pfiffe von den Fans gefallen lassen. Der Ex-Dortmunder hatte in einem Spiel auf schwachem Niveau dennoch eine gute Torchance, scheiterte aber an Warschaus bulgarischen Torhüter Radostin Stanew (57.). Der Legia-Schlussmann verhinderte auch in der 79. Minute mit einer Glanztat gegen Gerald Asamoah einen Rückstand seiner Elf.

          „Wir hätten unseren Zuschauern gern ein paar Tore geboten, haben aber leider einige Chancen nicht genutzt“, meinte Trainer Frank Neubarth und bilanzierte: „Das Weiterkommen ist allemal verdient.“

          Nur Kamhuis und Asamoah in Normalform

          Bei den „Königsblauen“, die weiter auf die verletzten Tomasz Waldoch, Nico van Kerckhoven, Gustavo Varela und Victor Agali verzichten mussten, fehlten zumeist die zündenden Ideen. Nur selten konnten die Gastgeber die kompakte Abwehr der Polen in Bedrängnis bringen. Auf der Gegenseite luden die Schalker die biederen Gäste durch unnötige Abspielfehler immer wieder zu Kontern ein. Dabei verpasste Stanko Svitlica in der 22. Minute nach einem Abwehrfehler allein vor Torhüter Frank Rost die Führung für den Spitzenreiter der polnischen Liga, der seit 36 Punktspielen ungeschlagen ist. Auch Adam Majewski nahm nach einem Querschläger in der Schalker Hintermannschaft das Geschenk nicht an und verfehlte aus kürzester Entfernung das Tor (43.).

          Im insgesamt 63. Europapokal-Spiel der „Königsblauen“ konnten einzig Geburtstagskind Niels Oude Kamphuis, der 25 Jahre alt wurde, und Nationalspieler Asamoah gefallen. Über die rechte Seite liefen folgerichtig auch die einzigen gefälligen Angriffe. Beim polnischen Meister verdienten sich Abwehrchef Jacek Zielinski und der Weißrusse Sergej Omeljantschuk in der insgesamt sicheren Hintermannschaft die Bestnoten.

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