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Uefa-Cup : Mpenza rettet Schalke ein Unentschieden

  • Aktualisiert am

Seine Mitspieler bedanken sich bei Mpenza (links) Bild: dpa

Schalke 04 hat mit einem 1:1 im Drittrunden-Hinspiel des Uefa-Cups beim polnischen Club Wisla Krakau Kurs auf das Achtelfinale genommen.

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          DFB-Pokalsieger Schalke 04 hat trotz eines Eigentores von „Pechvogel“ Christian Poulsen die Tür zum Uefa-Cup-Achtelfinale aufgestoßen. Die Königsblauen erkämpften sich durch einen Treffer von Emile Mpenza neun Minuten vor Schluss im Hinspiel der dritten Runde ein 1:1 (0:1) beim polnischen Vizemeister Wisla Krakau und benötigen im Rückspiel am 10. Dezember (17.30 Uhr) nur ein torloses Remis zum Weiterkommen.

          Manager Rudi Assauer war dennoch in Rage: „Ich bin sehr enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Schön spielen allein bringt nichts. Wenn man aus zwei Metern zwei Mal vor dem leeren Tor steht und den Ball nicht reinbringt, wie will man dann gewinnen? Eine Klassemannschaft hätte das Spiel locker nach Hause gebracht.“

          Poulsen unterlief Eigentor

          Der dänische Nationalspieler Poulsen brachte den Uefa-Cup-Sieger von 1997 in arge Nöte, als er den Ball nach einem Freistoß von Miroslaw Szymkowiak in der 39. Minute völlig unbedrängt ins eigene Tor köpfte. Die über weite Strecken deutlich überlegenen Gelsenkirchener verdauten aber den Schock und verhinderten durch den Ausgleich von Mpenza nach einem katastrophalen Fehler des Wisla-Schlussmannes Angelo Hugues die erste Niederlage im laufenden Wettbewerb. Allerdings verpassten die Königsblauen einen möglichen Sieg, weil sie gegen den achtmaligen polnischen Meister beste Torchancen in Hülle und Fülle vergaben.

          Verdienter Ausgleich

          „Wenn man die Anzahl der ganz klaren Chancen sieht, dann war der Ausgleich mehr als verdient. Wir hätten uns unheimlich geärgert, wenn wir hier verloren hätten. Eigentlich hätten wir hier sogar gewinnen müssen“, meinte Trainer Frank Neubarth: „Aber wir haben jetzt alle Möglichkeiten, das zu Hause nachzuholen.“

          Die Schalker erfüllten immerhin die Maßgabe von Rudi Assauer. „Wir wollen in diesem Wettbewerb überwintern“, hatte der Manager vor dem Gastspiel beim Tabellenführer der polnischen Liga erklärt und von seinen Profis gefordert: „Wir müssen hier ein Tor schießen und mit einem Unentschieden oder knappen Sieg nach Hause fahren.“

          Möller blieb in Deutschland

          Gar nicht erst nach Polen gereist war Andreas Möller wegen einer Bänderdehnung im Fuß. Für den Ex-Nationalspieler beorderte Trainer Frank Neubarth Torjäger Ebbe Sand ins Mittelfeld, so dass der Belgier Mpenza die einzige Schalker Sturmspitze bildete.
          Dennoch setzten die Königsblauen nicht auf bedingungslose Defensive. Im Gegenteil: Die Neubarth-Elf erspielte sich zunächst die eindeutigeren Torchancen. Doch Jörg Böhme (1. und 11.), Sand (7. ) und Mpenza (29. und 37.) verpassten die durchaus verdiente Führung.

          Nach Poulsens Eigentor riss allerdings völlig der Spielfluss bei den zunächst geschockten Gästen. Die Platzherren konnten die Konfusion in den Schalker Reihen aber nicht zu einem weiteren Treffer nutzen.

          Asamoah vergab Großchance

          Nach dem Seitenwechsel vergab Gerald Asamoah kläglich die Riesenchance zum Ausgleich, als er drei Meter vor dem leeren Tor zunächst den Pfosten traf und dann den Nachschuss neben den Kasten setzte (46.). Auch danach boten sich den Gelsenkirchenern weitere hochkarätige Möglichkeiten, doch im Abschluss fehlte bis kurz vor Schluss die Kaltschnäuzigkeit.

          Bei den Gastgebern, die in der zweiten Runde überraschend den früheren Uefa-Cup-Sieger AC Parma ausgeschaltet hatten, gefiel vor allem Marcin Kuzba. Bei den Königsblauen, die neben Möller auch die Langzeitverletzten Tomasz Waldoch, Nico van Kerckhoven, Gustavo Varela und Victor Agali ersetzen mussten, verdienten sich Torwart Frank Rost und Sand die Bestnoten.

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