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Uefa-Cup : Last Minute Tore verhindern Blamage

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Kodjo Afanou: Zu schnell für Werder Stürmer Claudio Pizzarro Bild:

Die letzten Minuten gehörten der Bundesliga. Erst im Endspurt verhinderten die deutschen Clubs eine komplette Uefa-Cup-Blamage. Leverkusen (4:4) und 1860 München (2:2) gelang Augenblicke vor dem Abpfiff der Ausgleich. Stuttgart (2:2) erkämpfte das Remis eine Viertelstunde vor Ende. Werder Bremen (1:4) und der Hamburger SV (0:1) enttäuschten bis zum Schluß.

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          Die letzten Minuten gehörten der Bundesliga. Erst im Endspurt verhinderten die deutschen Clubs eine komplette Uefa-Cup-Blamage. Leverkusen (4:4) und 1860 München (2:2) gelang Augenblicke vor dem Abpfiff der Ausgleich. Stuttgart (2:2) erkämpfte das Remis eine Viertelstunde vor Ende. Werder Bremen (1:4) und der Hamburger SV (0:1) enttäuschten bis zum Schluß.

          AC Parma - TSV München 1860 2:2 (2:0)

          Parma ist für seinen Schinken und Käse bekannt, vom dichten italienischen Herbstnebel wussten die Münchner offenbar nichts. Die Profis von Coach Werner Lorant wollten wohl nicht glauben, dass Schiedsrichter Alain Sars aus Frankreich die Partie tatsächlich anpfeifen wollte. Die Italiener störte der dichte Nebel aber nicht. Sie nutzten den fehlenden Durchblick der „Löwen“ clever aus. Appiah (2.) und Micoud (11.) nach einem katastrophalen Fehler von Ned Zelic schossen Parma nach vorn. „Wir haben uns die zwei Tore selber gemacht“, sagte Co-Trainer Peter Pacult. Erst als sich der Nebel lichtete, wurde 1860 mit Dauerantreiber Thomas Häßler immer besser. Dank der späten Treffer von Roman Tyce (79.) und Markus Beierle (90.) dürfen sie weiter hoffen.

          Bayer 04 Leverkusen - AEK Athen 4:4 (2:1)

          14 Minuten reichten Berti Vogts aus. Länger hielt der neue Trainer von Bayer Leverkusen es bei seiner Heimpremiere auf der VIP-Tribüne nicht aus. „So hat man von der Spielentwicklung einen besseren Blick als von der Trainerbank“, verteidigte der frühere Nationaltrainer seinen ungewöhnlichen Schritt. Doch das Durcheinander im Mittelfeld und in der Abwehr konnte er nicht verhindern. Vier Gegentreffer verdarben ihm das Debüt. „Wir haben sie stark gemacht. Aber wir sind durchaus in der Lage in Griechenland zu gewinnen“, sagte Vogts. Lakis (5.), Navas (46./79.) und Tsartas (55./Foulelfmeter) trafen für Athen. Zwei Kopfbälle von Ulf Kirsten (24./42.), die zwischenzeitliche Führung von Robert Kovac (48.) und vor allem der Ausgleichstreffer von Carsten Ramelow (90.) in der Nachspielzeit bewahrten Vogts vor seiner ersten Niederlage. Das europäische Aus droht dennoch.

          Feyenoord Rotterdam - VfB Stuttgart 2:2 (1:2)

          Der VfB Stuttgart hat die Affäre um seinen exentrischen Starspieler Krassimir Balakow gut verkraftet. Ohne den von der Vereinsführung gesperrten Mittelfeldregisseur erkämpften sich die Schwaben eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Achtelfinales. Der niederländische Ehrendivisionär spielte zwar überlegen auf, konnte sich aber dank der starken Leistung von VfB-Keeper Timo Hildebrand nicht durchsetzen. Sean Dundee (36.) und Viorel Ganea (76.) sicherten das Remis. Tomasson (10.) und Leonardo (45.) hatten Rotterdam zweimal in Führung gebracht.

          AS Rom - Hamburger SV 1:0 (1:0)

          Trotz eines erneuten Butt-Patzers ist der Hamburger SV beim AS Rom mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Der italienische Tabellenführer gewann durch einen Treffer von Guigou (33.), den der HSV-Keeper mit einem schweren Fehler verschuldete. Die Ausgangsposition für das bereits ausverkaufte Rückspiel am 7. Dezember im Volksparkstadion ist für den krassen Außenseiter HSV gegen die auswärtsstarken Römer damit dennoch erträglich, denn nach der Pause bewahrte Butt mit mehreren Glanzparaden die Gäste vor einer höheren Niederlage.

          Girondins Bordeaux - Werder Bremen 4:1 (2:1)

          Frankreichs Nummer Eins Girondins Bordeaux war für Werder Bremen mehr als nur eine Nummer zu groß. Der Bundesliga-14. verlor beim fünfmaligen französischen Meister vor 15. 000 Zuschauern mit 1:4 (1:2) und hat damit nur noch geringe Aussichten, im Uefa-Pokal das Achtelfinale zu erreichen. Im Rückspiel am 7. Dezember im Weserstadion müsste dafür wieder einmal ein „Bremer Wunder“ her. Zwar konnten die Gäste durch den Peruaner Claudio Pizarro in der 16. Minute nicht unverdient in Führung gehen, doch danach neigte sich die Waage mehr und mehr zu Gunsten der Platzherren. Bereits in der 23. Minute gelang Welt- und Europameister Christophe Dugarry mit einem abgefälschten Schuss der Ausgleich, die weiteren Treffer erzielten Mittelfeldspieler Laurent Battles in der 39. sowie der ehemalige Schalker Marc Wilmots, der in der 66. und 75. Minute erfolgreich war.

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