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Triathlon-Tagebuch : Kurze Haare und ein neuer Sponsor

  • -Aktualisiert am

Lothar Leders Triathlon-Tagebuch Bild:

Am 6. Oktober feiert der Triathlet Lothar Leder ein kleines Jubiläum: Zum zehnten Mal startet er beim Ironman auf Hawaii. Seinen Weg schreibt er wieder für FAZ.NET auf.

          Da soll noch einer sagen, wer zum zehnten Mal auf Hawaii antritt, für den ist der Trip nichts Besonderes mehr. Nein, für mich ist das Rennen immer noch etwas Großes, Bedeutungsvolles. Wenn man 24 Stunden anreist, dabei einmal fast um die Welt fliegt, dann muss das einfach auch so sein.

          Am Samstag, 8.30 Uhr geht' s in Frankfurt los, Chicago, Los Angeles, Kona Airport sind die Stationen. Wenn man dann aus dem Flugzeug steigt, dann spürt man es gleich, dieses Hawaii-Gefühl. Man sieht die Palmen, das azurblaue Meer und braucht beim Radfahren keine Mütze mehr tragen.

          Einige haben Angst vor mir

          Die zehnte Hawaii-Teilnahme für Lothar Leder - das ist für mich auch eine Verpflichtung: Im Jubiläumsrennen will ich gut abschneiden, ganz klar. Prognosen werde ich keine aufstellen, das habe ich nie getan, es ist mir auch egal, wie stark die anderen sind, aber: Ich weiß, dass einige vor mir Angst haben werden. Das sollten sie auch, denn ich fühle mich prächtig, physisch wie psychisch, so wie vor meinem Sieg beim Ironman in Roth auch.

          Ironman auf Hawaii: Lothar Leder

          Meine Trainingsintensität habe ich natürlich schon ziemlich herunter gefahren, zweimal bin ich in dieser Woche noch hart Rad gefahren. Einmal 50, einmal 100 Kilometer. Immer mit Tempo 45, und immer im Motorroller-Windschatten meines Freundes Holger Loew. Ein Dauerlauf über 27 Kilometer mit der Darmstädter Marathonläuferin Petra Wassiluk am Montag hat diese Trainingswoche abgerundet.

          Feintuning an Körper und Material

          Die Form stimmt, jetzt muss noch das Material von mir und meiner Frau Nicole optimiert werden. Das ist mein Job, Nicole kümmert sich um unsere Tochter Mia. Was ich mache, würde ich als Feintuning für die Räder bezeichnen. Wir haben neue Laufräder bekommen, die noch besser geradeaus laufen, neue Schlauchreifen gibt es ebenfalls.

          Getunt wurden aber auch ganz andere Dinge. Wie immer war ich noch vor Hawaii beim Friseur, und die Beine habe ich mir auch frisch rasiert - das ist Tradition, und beides dient mir dazu, mich auf das Rennen einzustimmen.

          Prost - ein neuer Sponsor

          Auch wenn manche über solche Kleinigkeiten lächeln mögen, für mich ist das enorm wichtig. Einen großen Motivationsschub haben Nicole und mir aber ein neuer, ausgezeichneter Sponsorenvertrag gegeben, den wir diese Woche unterzeichnet haben. Neuerdings werben wir für alkoholfreies Weizenbier von Erdinger, ein verdammt guter Deal ist uns da gelungen.

          Aber so ist das eben, wenn sich eine richtige Werbeagentur um uns kümmert, „Happy Happy and friends“ heißen die Leute, die uns neuerdings vermarkten - uns wohlgemerkt, Nicole und mich. Wir sollen zu einer richtigen Marke aufgebaut werden, die Triathlonfamilie Leder aus Deutschland.

          Es gibt doch Bier auf Hawaii

          So ein Werbevertrag sorgt erfahrungsgemäß für heftigen Wirbel in der Szene, und wenn das alles klappt, was sich die Brauerei auf Hawaii vorgestellt hat, um mit meinem Namen zu werben - dann wird das noch einmal gesteigert.

          „Es gibt kein Bier auf Hawaii“, heißt ein alter Schlager, ich soll wohl alle Welt davon überzeugen, dass dem wirklich nicht so ist. Und noch eine zweite Aufgabe habe ich dort: Als Olympiabotschafter für Frankfurt muss ich auf Hawaii Werbung für die Stadt machen, damit im Jahr 2012 hier wirklich die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Es gibt also viel zu tun für mich bei meinem Hawaii-Jubiläum.

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