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Triathlon : Ironman-Elite in Frankfurt am Start

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Triathlon-Familie: Nicole und Lothar Leder Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Knapp 223 Kilometer - und das bei Temperaturen von weit über 30 Grad: Den Triathleten steht beim Ironman Germany in Frankfurt eine Hitzeschlacht bevor. Versüßt werden sollen den über Zweitausend Startern die Strapazen mit 100.000 Dollar Preisgeld.

          Knapp 223 Kilometer und das bei Temperaturen von weit über 30 Grad: Den Triathleten steht beim 5. Ironman Germany in Frankfurt am Sonntag eine wahre Hitzeschlacht bevor.

          Versüßt werden den über 2200 Startern die Strapazen in diesem Jahr aber nicht nur mit dem noch einmal auf 100.000 Dollar angehobenen Preisgeld. Erstmals wird bei der Großveranstaltung auch der Titel des Europameisters vergeben und zwar in allen Altersklassen. „Das ist für die Spitzenathleten sicherlich ein zusätzlicher Anreiz, aber vor allem für alle Amateure eine tolle Sache“, freut sich der Macher des Ironman in Frankfurt, Kurt Denk.

          Die Elite am Start

          Dem Cheforganisator ist es wieder einmal gelungen, die Elite des deutschen Langstrecken-Triathlons nach Frankfurt zu holen. Zwar fehlt der letztjährige Hawaii-Sieger Faris Al-Sultan (München), dafür sind mit Titelverteidiger Norman Stadler (Mannheim), Markus Forster (Witten), Kai Hundertmarck (Darmstadt), Thomas Hellriegel (Bruchsal), Lothar Leder (Darmstadt) und Stephan Vuckovic (Reutlingen) alle übrigen deutschen Spitzenathleten dabei. Der Start erfolgt um 7 Uhr am Langener Waldsee. Nach den 3,8 Kilometern Schwimmen folgen 180 Kilometer auf der Radstrecke, die erstmals bei einem Ironman weltweit komplett abgesperrt sein wird. Den Abschluß bilden 42,195 Kilometer Laufen mit dem Finish am Frankfurter Römerberg.

          „Das Feld ist wirklich stark. Das wird ein ganz hartes Rennen am Sonntag“, sagt Stadler. Der Hawaii-Sieger von 2004 hat seine Vorbereitung in diesem Jahr ganz auf das Rennen in Frankfurt und die Weltmeisterschaft auf Hawaii ausgerichtet. „Ein Profi kann keine drei großen Rennen im Jahr mehr bestreiten. Schon zwei Veranstaltungen kosten genug Körner“, erklärt der 33jährige, der sich deshalb auf zwei Höhepunkte beschränkt. Welcher Titel ihm lieber ist, kann der Mannheimer nicht sagen. „Beide Rennen haben ihre Bedeutung. Ich werde mich in Frankfurt auf jeden Fall nicht mit Blick auf Hawaii zurückhalten. Schließlich fehlt mir der EM-Titel noch.“

          Ohne die Altmeister

          Sein größter Konkurrent dürfte am Sonntag nicht aus der Riege der starken deutschen Triathleten kommen, sondern Cameron Brown heißen. Der Neuseeländer war bereits drei Mal Zweiter in Frankfurt und will in diesem Jahr endlich ganz oben auf dem Treppchen stehen. „Deshalb bin ich hier“, sagt Brown im Vorfeld des Rennens. Fehlen werden in Frankfurt zwei Altmeister des Langstrecken-Triathlons, die die Szenerie lange Zeit bestimmt haben. Nachdem der Australier Peter Reid schon vor einigen Wochen seinen Rücktritt erklärt hatte, mußte nun auch Jürgen Zäck seine Laufbahn beenden. Eigentlich hatte der 40jährige seine Karriere in Frankfurt beenden wollen. Rückenbeschwerden zwangen den Koblenzer jedoch bereits jetzt zum Rückzug.

          Neben dem Rennen der Männer verspricht auch die Veranstaltung bei den Frauen viel Spannung. Neben der Schöneckerin Nina Eggert und der erstmals in Frankfurt startenden Nicole Leder (Darmstadt) werden der Dänin Lisbeth Kristensen große Chancen eingeräumt. „Das Rennen ist absolut offen. Ich hoffe, ich stehe am Sonntag endlich einmal ganz oben auf dem Treppchen“, sagt Eggert, die im Vorjahr den zweiten Platz belegt hatte.

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