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Triathlon : Hawaii-Triathlon: Das Nonplusultra für Masochisten

  • Aktualisiert am

Entschlossener Blick: der Vorjahres-Dritte Normann Stadler Bild: dpa

Zum 25. Mal starten 1500 Ironman aus 50 Ländern beim legendären Langstrecken-Triathlon auf Hawaii, darunter die Deutschen Lothar Leder, Jürgen Zäck, Thomas Hellriegel und Norman Stadler mit guten Siegchancen

          Die Zuschauer staunen über die stundenlange Quälerei in drei Akten, die Teilnehmer freuen sich auf die ultimative Herausforderung: Der legendäre Ironman in Kailua-Kona auf Hawaii fasziniert am Samstag (7.00 Uhr Ortszeit/19. 00 Uhr MESZ) einmal mehr die Sportwelt.

          Zum 25. Mal starten 1500 „Eisenmänner“ und „Eisenfrauen“ aus 50 Ländern auf dem pazifischen Insel-Archipel beim berühmtesten Langstrecken-Triathlon der Welt. Zum Jubiläum wurde das Preisgeld auf 700.000 Mark aufgestockt. Die Sieger bekommen jeweils 150.000 Mark. Zum Jubiläum steht auch die Frage im Raum, ob endlich ein Starter auf Hawaii nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,195 km Laufen unter acht Stunden ins Ziel kommt. Lothar Leder (Darmstadt) blieb 1996 beim Ironman Europe in Roth als erster Triathlet unter der Acht-Stunden-Marke.

          Das Nonplusultra für Masochisten

          „Hawaii ist die Hölle“, sagt Leder, der schon zweimal Dritter in Kailua-Kona wurde. „Man muss Masochist sein, um hier zu starten“, sagt Thomas Hellriegel (Bruchsal), 1997 Sieger beim historischen deutschen Dreifach-Triumph. „Hawaii ist das absolute Nonplusultra. Dem ordne ich alles unter“, sagt Jürgen Zäck (Koblenz), der schon fünf Siege in Roth, aber noch keinen auf Hawaii feiern durfte.

          Temperaturen von weit über 30 Grad, eine Luftfeuchtigkeit von rund 90 Prozent und in den Lavafeldern ein Wind wie aus dem Glutofen. Kaum Zuschauer entlang der Strecke, dafür Einsamkeit, brutale Seitenwinde und der permanente Kampf gegen den inneren Schweinehund. „Bei meiner ersten Teilnahme rebellierte der Magen, ich übergab mich, kippte um“, erzählt Leder. „Je schlimmer die Bedingungen, desto besser für mich“, sagt „Masochist“ Hellriegel. Der 30-Jährige geht mit einem nagelneuen Rennrad an den Start. Eine Maßanfertigung, 15.000 Mark teuer und nur sieben Kilo schwer. Allein das Spezial-Tretlager kostet 2500 Mark.

          Gute Chancen für deutsche Teilnehmer

          Neben Leder, Hellriegel und Altmeister Zäck rechnet sich auch der Vorjahres-Dritte Normann Stadler (Wertheim) Chancen aus. „Wir Deutschen sind eine Macht“, meint Hellriegel. Doch die Konkurrenz ist groß. Vor allem der Kanadier Peter Reid und Luc van Lierde aus Belgien, beide jeweils zweimal auf Hawaii siegreich, gehen als Favoriten an den Start.

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