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NFL : Transfer-Posse von und mit Antonio Brown

  • Aktualisiert am

Antonio Brown: „Ich bin frei.“ Bild: AP

Dieser Transferdeal stellt den NFL-Saisonstart in den Schatten. New England schnappt sich Antonio Brown. Der Star hatte sich selbst aus dem Vertrag in Oakland manövriert.

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          Antonio Brown hüpft jubelnd durch den Garten, die New England Patriots feiern ihren Transfercoup, und viele Football-Fans können es kaum fassen: Mit diesem Deal hat Super-Bowl-Champion New England schon vor seinem Eröffnungskick in der nordamerikanischen Profiliga NFL für Aufsehen gesorgt. Das Team von Quarterback-Star Tom Brady nahm am Samstag Wide Receiver Brown für ein Jahr unter Vertrag, nachdem sich der sportlich überragende, aber menschlich schwierige Profi erfolgreich aus seinem Kontrakt in Oakland gemogelt hatte.

          „Ich bin frei!“, schreit Brown in einem Youtube-Video, das den Moment zeigen soll, in dem er von seiner Trennung von den Raiders erfuhr. Als Stunden danach bekannt wurde, dass sich New England den besten Passempfänger der Liga für ein Jahr gesichert hatte, stellte der extrovertierte Sportler eine Fotomontage von sich im Patriots-Trikot samt Hashtag #RewriteStory online. Er will Geschichte neu schreiben.

          Die Episoden, die er in den vergangenen Tagen und Wochen geliefert hatte, ließen eigentlich kein Happy End für den 31-Jährigen erwarten. Nach einer chaotischen Vorbereitung mit skurrilen Verletzungspausen, Ärger um seinen Helm, Querelen mit dem Trainer, einer heftigen Geldstrafe und als Krönung der öffentlichen Aufforderung via Instagram, ihn zu entlassen, landete Brown aber tatsächlich noch bei einem Top-Team. Laut Medienberichten bezahlen die Patriots dem Routinier 15 Millionen Dollar für zunächst eine Saison zuzüglich neun Millionen Dollar Handgeld. „Ich bin zuversichtlich, dass das eine gute Beziehung wird“, sagte Browns Agent Drew Rosenhaus dem Sender ESPN und sprach von einer „Achterbahnfahrt“, die sein Klient hinter sich habe.

          Sportlich ist Brown immer und für jedes Team eine Verstärkung. In zuletzt sechs Spielzeiten für die Pittsburgh Steelers fing er in den Hauptrundenspielen 686 Pässe für 9145 Yards – auf solche Werte war in so einer Zeitspanne noch niemand in der NFL gekommen. Kaum ein Highlight-Video in den Jahren kam ohne Aktionen von „AB“ aus. Die Oakland Raiders sicherten sich daher die Dienste Browns im Frühjahr – das Trikot der Kalifornier trug er aber in keinem Spiel. Die Football-Welt ist nun gespannt, wie der eigensinnige Profi in das Team von Trainer Bill Belichick, der viel Wert auf Disziplin legt, passt. Das könnte die bislang härteste Aufgabe für den Coach werden.

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