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Bora-hansgrohe bei der Tour : Der Aufstieg zur deutschen Radsport-Macht

  • -Aktualisiert am

Geliebtes Grün: Peter Sagan bei der Tour 2019 im Finish gegen den Australier Ewan und den Niederländer Groenewegen. Bild: Imago

Der Chef von Bora-hansgrohe hat es in zehn Jahren zu einer Radsport-Macht gebracht. Emanuel Buchmann soll trotz Blessuren bei der Tour einen Podiumsplatz erreichen. Peter Sagan soll wieder bester Sprinter werden.

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          Ralph Denk ist häufig bei der Tour gewesen, als Fan, mitten in den Zuschauermassen. So wie Gerhard Schröder mal an den Gittern vor dem Kanzleramt gerüttelt haben soll („ich will da rein“), hat sich Denk einst auf die Absperrgitter in Etappenfinals gestützt: Ich will da rüber, auf die andere Seite, Mitmacher statt Zuschauer, ja Teil des gewaltigen Tour-Trosses sein. Das war zu einer Zeit, als der deutsche Profiradsport kaum mehr existent war. Als die Teams T-Mobile, Gerolsteiner und Milram gerade restlos und auf Nimmerwiedersehen von der Bildfläche verschwunden waren, hinweggespült von den Doping-Wellen, die scheinbar endlos durchs Peloton schwappten. Radsport? Wurde hierzulande synonym zu Manipulation und Betrug verwendet – ein sportliches Schattenreich.

          Es war die Zeit, als Ralph Denk aus Oberbayern loslegte. Im Jahr 2010 in Deutschland ein ambitioniertes Profiradteam zu gründen war nicht nur antizyklisch oder bestenfalls idealistisch, das hatte etwas Irrationales. „Ich habe mir bei den Versuchen, Sponsoren zu begeistern, eine blutige Nase gelaufen“, erinnert sich Denk. Er stieß bei deutschen Unternehmen nicht nur auf Hemmschwellen, sondern auf Brandmauern.

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