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Nach Zusammenstoß mit Fan : Halswirbelbruch bei Tour-de-France-Fahrer Oss

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Darf sich für einige Wochen nicht bewegen: Radprofi Daniel Oss, hier bei der ersten Etappe der Tour de France, erleidet einen Halswirbelbruch. Bild: picture alliance / Roth

Für Radprofi Daniel Oss ist die Tour de France beendet. Er touchierte einen unachtsamen Fan am Streckenrand. Auch ein weiterer Fahrer verletzt sich schwer.

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          Nach dem spektakulären Crash mit einem Zuschauer muss auch Daniel Oss bei der Tour de France aufgeben. Sein Team TotalEnergies teilte in der Nacht zum Donnerstag mit, dass weitere Untersuchungen einen Halswirbelbruch ergeben hätten.

          „Er darf sich für einige Wochen nicht bewegen und muss die Tour verlassen“, hieß es in der Mitteilung. Der Unfall auf dem dritten Kopfsteinpflastersektor der fünften Etappe hatte bereits den Österreicher Michael Gogl zur Aufgabe wegen eines Becken- und Schlüsselbeinbruchs gezwungen. Nach Angaben seines Teams Alpecin-Deceuninck muss Gogl nun operiert werden.

          „Leute, bitte bleibt von der Straße weg“

          Oss war in dem Sektor am Rand des Kopfsteinpflasters gefahren, hatte einen unachtsamen Fan mit dem Kopf touchiert und war gestürzt. Der dahinter heranrasende Gogl konnte bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr ausweichen und flog über das Rad von Oss. Der ebenfalls in den Sturz verwickelte Bora-hansgrohe-Fahrer Danny van Poppel kann die Tour fortsetzen.

          „Leute, bitte bleibt von der Straße weg“, schrieb Radprofi Simon Geschke bei Twitter. Bereits im vergangenen Jahr war es bei der Tour zu einem schweren Sturz gekommen, als der Deutsche Tony Martin in das auf die Straße gehaltene Pappschild einer Zuschauerin raste, mit dem sie ihre Großeltern grüßen wollte.

          Auch Radsport-Star Primoz Roglic stürzte auf der fünften Etappe, allerdings ohne Einwirkung durch Zuschauer. Dabei kugelte sich der Slowene die Schulter aus – und renkte sie sich anschließend selbst wieder ein, wie der 32-Jährige nach der 153,7 Kilometer langen Fahrt zum Wald von Arenberg bestätigte. „Ich konnte sie nicht gleich wieder einrenken, also musste ich mich auf den Stuhl eines Zuschauers setzen. Ich habe da eine spezielle Technik und so habe ich sie wieder eingerenkt“, sagte Roglic in einem TV-Interview.

          Roglic will die Tour fortsetzen. Seine Chancen auf den ersten Gesamtsieg sind nun allerdings sehr gering. Der 32-Jährige verlor durch den Sturz mehr als zwei Minuten auf Titelverteidiger Tadej Pogacar. Dadurch dürfte Roglic für den Rest der Rundfahrt Helferdienste für den Dänen Jonas Vingegaard leisten, der nur 21 Sekunden hinter Pogacar liegt.

          Tour de France

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