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Radrennen in der Krise : „Wir lassen uns von Corona nicht einschüchtern“

  • -Aktualisiert am

Gemütlich das Schauspiel beobachten: Freizeit-Radrennen „Rund in Refrath“ Bild: Anno Hecker

Die Pandemie hat der Sportwelt einen schweren Schlag zugefügt. Doch der RSV Staubwolke Refrath gibt nicht auf und rettet sein traditionsreiches Rennen – ein Mutmacher für Sportvereine.

          5 Min.

          Eine Absage nach der anderen. Kein Marathon in diesem Jahr, das Vereinsfest mit Freundschaftsturnier der Amateurkicker ersatzlos gestrichen, die kleinen Radrennen auf 2021 geschoben. Bruno Zollfrank wollte sich nicht damit abfinden. Seit 1952 gibt es „Rund in Refrath“, vor den Toren Kölns. Meist an Christi Himmelfahrt: Die Straße runter, ein paar schneidige Kurven, 1,5 Kilometer vom Start bis zum Ziel, und schon kommt die nächste von bis zu 50 Runden.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Radrennen von morgens bis abends, von Klein bis Groß. Ständiger Betrieb, ein Surren und Rauschen entlang der Zuschauer, kein Vorbeiflitzen auf Nimmerwiedersehen nach stundenlangem Warten wie bei der Tour de France. Reife kölsche Radsportjecken präsentieren diese komischen Momente großer Rundfahrten schon mal auf dem Freizeit-Trikot: „Da kummen se“, steht auf der Brust. „Da sinn se“, auf der Flanke und auf dem Rücken: „Da woren se.“ Zollfrank lacht. Er ist der 1. Vorsitzende des RSV Staubwolke Refrath: 122 Mitglieder, ständig auf Touren, von der Idee beseelt, etwas zu bewegen. Mindestens die Beine: „Wir lassen uns von Corona nicht einschüchtern.“ Die Tour de France soll einen Prolog bekommen.

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