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Tour de France : Yates gewinnt erste Pyrenäenetappe

  • Aktualisiert am

Simon Yates gewinnt die erste Pyrenäenetappe der Tour de France. Bild: Reuters

Simon Yates gewinnt die erste Pyrenäenetappe der Tour de France. Der Brite setzt sich im Sprint der Ausreißergruppe vor dem Spanier Pello Bilbao und dem Österreicher Gregor Mühlberger durch.

          Beim Nichtangriffspakt der Favoriten hat Maximilian Schachmann den großen Coup in den Pyrenäen nach einer 170-Kilometer-Flucht verpasst. Der deutsche Meister erreichte auf der zwölften Etappe der 106. Tour de France am Donnerstag beim Sieg des britischen Mitausreißers Simon Yates in der ersten Verfolgergruppe das Ziel in Bagnères-de-Bigorre. Auch Schachmanns Teamkollege Gregor Mühlberger fuhr am Sieg vorbei, der Österreicher belegte im Sprint einer dreiköpfigen Spitzengruppe hinter Yates und dem Spanier Pello Bilbao den dritten Platz.

          Schachmanns Kapitän Emanuel Buchmann und die weiteren Favoriten um Titelverteidiger Geraint Thomas verzichteten indes beim Ritt über zwei Bergriesen auf einen ernsthaften Schlagabtausch und erreichten nach 209,5 Kilometern mit fast zehn Minuten Rückstand gemeinsam das Ziel.

          „Schade, dass Gregor nicht gewonnen hat. Als Gregor und Yates attackiert haben, konnte ich nicht nachsetzen. Ganz vorne hätte ich nicht mitfahren können“, sagte Schachmann, der am Ende mit 1:28 Minuten Rückstand 16. wurde. Auch für Mühlberger reichte es nicht. „Yates war einfach stärker im Finale. Da wäre ich nicht vorbeigekommen“, sagte der Österreicher. Das Spitzen-Trio hatte sich am letzten Anstieg abgesetzt. Schachmann blieb nur die zweite Gruppe. „Zum Schluss war das Tempo raus. Dann kamen noch die Klassikerfahrer. Das war Harakiri. Die sind gefahren, als wäre es ein Massensprint.“

          Tour de France


          Die Favoriten bummelten weit hinter den Ausreißern ins Ziel. So hatte Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe kein Problem, sich zum achten Mal das Gelbe Trikot abzuholen. Der Weltranglistenerste liegt einen Tag vor dem Einzelzeitfahren in Pau weiterhin 1:12 Minuten vor Thomas. Auf Platz fünf lauert Buchmann mit einem Rückstand von 1:45 Minuten. „Ich bin in einer Ausgangslage, wo ich nicht angreifen muss. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei der Tour mal vorne mitfahren kann“, sagte Buchmann.

          Die Vorentscheidung auf der ersten Pyrenäen-Etappe fiel am letzten Anstieg, als Yates und Mühlbauer attackierten. Tour-Debütant Schachmann war bis kurz vor dem Gipfel des letzten Anstiegs in Schlagdistanz zum Führungstrio. Da aber Teamkollege Mühlbauer vorne dabei war, stellte er sich in den Dienst der Mannschaft.

          Bereits nach gut 40 Kilometern hatte sich eine Gruppe von rund 40 Fahrern abgesetzt. Neben Schachmann gehörten auch Nikias Arndt und Roger Kluge zeitweise den Ausreißern an, doch auf den Rampen des Peyresourde und nach Hourquette d'Ancizan hinauf verkleinerte sich die Gruppe zusehends.

          Eine Schrecksekunde gab es für einen Betreuer des Bora-hansgrohe-Teams, der am Peyrseourde bei einer Getränke-Übergabe von einem Fahrer erfasst wurde und heftig auf den Asphalt knallte. Der Mann hat den Sturz aber unverletzt überstanden.

          Einige Ausfälle zu beklagen

          Einige prominente Namen waren bei der Kletterpartie über die beiden mehr als 1500 Meter hohen Berge schon nicht mehr dabei. So stieg Zeitfahr-Weltmeister Rohan Dennis aus, was Tony Martin sicher nicht ungelegen kommt. Der Australier wäre wohl der Hauptkonkurrent beim Zeitfahren über 27,2 Kilometer am Freitag in Pau gewesen. Auch der jüngste Tour-Starter, der 21-jährige Belgier Jasper Philipsen, stieg am Donnerstag vom Rad. Für Klassikerspezialist Niki Terpstra war nach einem doppelten Bruch des Schulterblatts schon am Mittwoch Schluss.

          Am Freitag kommt dann endlich Martin auf seine Kosten, wenn es zum ersten und einzigen Einzelzeitfahren der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt kommt. Das wellige Terrain ist aber nicht nach dem Gusto von Martin, insbesondere die 17-Prozent-Passage kurz vor dem Ziel dürfte dem viermaligen Weltmeister weh tun.

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