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Roglic vor Tour-de-France-Sieg : Verblüffend und verdächtig

  • -Aktualisiert am

Fährt dem Erfolg entgegen: Primoz Roglic bei der Tour de France Bild: dpa

Primoz Roglic und sein Team Jumbo-Visma sind die prägenden Kräfte der diesjährigen Tour de France – den ganz großen Triumph dicht vor Augen. Das wirft eine Frage auf: Was macht den Slowenen so stark?

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          Aus seinen Anfangsjahren auf dem Rad gibt es Anekdoten, die besagen, dass Primoz Roglic häufig hungrig ins Ziel geradelt ist. Weil er ungeübt und unsicher darin war, in voller Fahrt seine Verpflegung aus den Trikottaschen zu fingern. Und dass er häufig vom Velo stürzte, weil er als Späteinsteiger sich mehr schlecht als recht im Fahrerfeld bewegte. In Sachen Radbeherrschung und Steuerkunst war Roglic klar im Nachteil gegenüber Teamkollegen und Konkurrenten, die schon seit jungen Jahren genau darauf geeicht worden waren. Jahre, in denen der Slowene seine Zeit auf Schanzen und nicht auf Straßen verbracht hatte.

          Mit Stürzen hatte Roglic einst auch in seinem vorherigen Gewerbe, dem Skispringen, zu kämpfen. Ein heftiger Aufprall auf der Schanze im slowenischen Wintersportort Planica läutete das Ende seiner Skisprunglaufbahn ein, die unter anderem mit einem Teamweltmeistertitel bei den Junioren einige gute Ergebnisse vorzuweisen hatte. Roglic’ Anspruch, der beste Skispringer der Welt zu werden, war aber nicht aufrechtzuerhalten. Den Sprung ins slowenische Weltcup-Aufgebot schaffte er nie.

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