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Favoriten der Tour de France : Die slowenische Doppelspitze

  • Aktualisiert am

Die beiden Siegfahrer aus Slowenien: Tadej Pogacar (r.) und Primoz Roglic Bild: dpa

Der Favoritenkreis der 108. Tour de France ist so klein wie lange nicht. Im Fokus stehen Pogacar und Roglic. Doch auch die Franzosen haben einen Hoffnungsträger. Und ein Waliser ist zurück aus dem Pub.

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          Tadej Pogacar und Primoz Roglic wollen die nächste Slowenen-Show bieten, die britische Top-Mannschaft Ineos-Grenadiers hält jedoch mit gleich mehreren Spitzenfahrern dagegen. Bei der am Samstag in Brest startenden Tour de France läuft alles auf einen Dreikampf hinaus. Ein Franzose darf sich aber auch kleine Hoffnungen machen. Nachfolgend die Favoriten im Kurzporträt:

          Tadej Pogacar: Erst 22 Jahre alt und schon fast unantastbar. Der Sieg bei der Tour wird auch in diesem Jahr nur über Tadej Pogacar führen, zumal die Erhöhung der Zeitfahrkilometer dem Jungstar hilft. Unvergessen ist das dramatische Finale im vergangenen Jahr, als Pogacar seinem Landsmann Roglic im letzten Zeitfahren den Gesamtsieg noch wegschnappte. Pogacars Bilanz bei Profi-Etappenrennen ist beeindruckend. 14 Rennen absolvierte der UAE-Fahrer bisher. In 13 davon war er nie schlechter als Sechster, sieben gewann er.

          Primoz Roglic: Fairerweise wäre Primoz Roglic mal an der Reihe. Der 31-Jährige liefert seit Jahren konstante Leistungen ab, gewann die Vuelta, die Baskenland-Rundfahrt und die Tour de Romandie je zweimal. Im vergangenen Jahr fehlten dem früheren Skispringer nur 59 Sekunden zum Gesamtsieg bei der Tour. Roglic wird seine Lehren gezogen haben. In diesem Jahr fuhr der Slowene nur fünf Rennen im Frühjahr, ist seitdem abgetaucht. Selbst die Slowenien-Rundfahrt und die nationalen Meisterschaften ließ das „Phantom“ Roglic aus, bereitete sich mit Höhentrainingslagern in der Sierra Nevada und in Tignes auf die Tour vor. Eine langweilige Tour sieht er nicht: „Es wird nicht nur ein Kampf zwischen Tadej und mir. Es gibt 20 andere Jungs.“

          Geraint Thomas: Der Tour-Sieger von 2018 ist wieder nah an seiner Bestform. Ließ Geraint Thomas es nach seinem großen Triumph etwas schleifen und gönnte sich einige Abende im Pub, so ist der Waliser jetzt wieder voll fokussiert. Mit dem Sieg bei der Tour de Romandie und Platz drei bei der Dauphiné setzte er Zeichen, zudem freut er sich auf die beiden Einzelzeitfahren. „Die Zeitfahren spielen eine bedeutendere Rolle, denn über insgesamt 58 Kilometer könnte man eine Minute verlieren. Und in den Bergen sind die Zeitabstände nicht mehr so groß“, sagte Thomas.

          Hoffnungsträger der Franzosen: Julian Alaphilippe
          Hoffnungsträger der Franzosen: Julian Alaphilippe : Bild: EPA

          Richie Porte: Der Australier Richie Porte wurde vom Team Ineos-Grenadiers eigentlich als Edelhelfer für Thomas eingekauft. Mit seinem Sieg bei der Dauphiné machte der 36-Jährige aber auch klar, dass mit ihm bei der Tour zu rechnen sein wird. 2020 war Porte bereits Dritter hinter Pogacar und Roglic, Zeitfahren zählt zu seinen Stärken. Allerdings war Porte in der Vergangenheit bei der Tour oft vom Sturzpech verfolgt.

          Julian Alaphilippe: Er ist die große Hoffnung der Franzosen. Dass es weniger schwere Bergetappen gibt, kommt Weltmeister Alaphilippe entgegen. Zudem dürfte der 29-Jährige durch sein privates Glück beflügelt werden: Lebensgefährtin Marion Rousse brachte kurz vor der Tour Sohn Nino zur Welt. Bereits 2019 fuhr Alaphilippe 14 Tage im Gelben Trikot, ehe er es im Hochgebirge an den späteren Sieger Egan Bernal verlor. In diesem Jahr gibt es nur drei Bergankünfte, die anderen Gebirgsetappen enden mit Abfahrten. Man könnte meinen, die Tour wäre prädestiniert für die Fahrkünste von Alaphilippe.

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