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Tour de France : Warum dieses Gemetzel?

  • -Aktualisiert am

Caleb Ewan (rechts) und Peter Sagan stürzen kurz vor dem Ziel der dritten Etappe. Bild: EPA

Die Tour de France entwickelt sich hin zur Rücksichtslosigkeit und zum Chaos. Das kann ihr nicht egal sein. Denn das ist Wasser auf die Mühlen jener, die den Radsport nach wie vor als Hochdopingzone sehen.

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          Jedes Radrennen, das seinen Namen verdient, ist ein Ausscheidungsfahren. Diese Tour de France war es auch. Nur in einem ganz anderen Sinn. Diese Tour war ein Ausscheidungsfahren, das nicht nur Besiegte und Enttäuschte zurückließ, sondern auch schwer Verletzte und tief Erschöpfte. Während dieser Tour sind 42 Fahrer vorzeitig ausgestiegen, die meisten von ihnen gezeichnet von Stürzen oder am Ende ihrer Kräfte. Im vergangenen Jahr waren es 30, ein Jahr zuvor 21. Von einem „Feld der Toten“ sprach der Tour-Novize Jonas Rutsch schon zu Beginn der dritten Woche.

          Es war eine Tour, die mit einem Massensturz begann. Die Bilanz der ersten Etappe: Ausgeschieden Jasha Sütterlin: Handverletzung nach Sturz. Ausgeschieden Ignatas Konovalovas: Kopftrauma nach Sturz. Ausgeschieden Cyril Lemoine: vier gebrochene Rippen und Kopfwunde nach Sturz. Viele schleppten sich weiter über die nächsten Etappen mit jener „heroischen Rücksichtslosigkeit gegenüber sich selbst“, die der Philosoph Peter Sloterdijk als einen der Gründe benennt, die den Mythos des Profiradsports bis heute am Leben erhalten.

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