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Vingegaard siegt in Paris : Was diese Tour de France für die Zukunft bedeutet

  • -Aktualisiert am

Szenen eines großen Duells: So sehr sich Pogacar (links) auch mühte und attackierte, er konnte Vingegaard nicht entkommen. Bild: Imago

Der große Zweikampf von Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt eröffnet eine neue Ära des Profiradsports. Falls alle so sauber fahren, wie sie behaupten.

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          Fast wäre es schiefgegangen. Fast hätte Jonas Vingegaard seinen Tour-Sieg noch an die Wand gefahren. Dabei hatte er in diesem Augenblick schon al­les gewonnen. Beim Zeitfahren am Samstag, als er seinen großen Vorsprung vor Tadej Pogacar nur noch nach Hause bringen musste, verlor er auf einer Abfahrt für einen Moment die Balance und wurde in einer Linkskurve von der Fahrbahn nach außen in den Schotter getrieben, auf eine Felswand zu. Jetzt ein Sturz und eine Verletzung, die ihn am Weiterfahren hindern würde, und alles wäre verloren.

          Vingegaard bekam soeben noch die Kurve. „Ich hatte fast einen Herzstillstand“, sagte er später. Wie er in seiner komfortablen Situation, Paris vor Augen, das er an diesem Sonntag als Gesamtsieger erreichte, auf einer Abfahrt ein solches Risiko habe eingehen können? „Ich hatte nicht das Gefühl, zu viel Risiko zu ge­hen“, sagte er. Das hätte die Fehleinschätzung des Jahres werden können, aber so rollte er weiter ins Ziel nach Rocamadour, dort empfangen von seinem Teamkollegen Wout van Aert, der ihn mit einem Schulterklopfer begrüßte.

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