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Radsport-Spektakel : Die Tour fährt in die „Hölle des Nordens“

  • -Aktualisiert am

Ein gemütlicher Radausflug sieht anders aus: Auf dem Kopfsteinpflaster ist schon mancher Radler gelandet. Bild: Picture-Alliance

Die Tour de France will neue Reize, auf Teufel komm raus. Nun wird das Fahrerfeld auf tückischem Kopfsteinpflaster durchgeschüttelt. Selbst die Organisatoren erwarten einen „schwarzen Tag“.

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          Lawson Craddock ist kein allzu renommierter Radrennfahrer, aber er hat sich bei dieser Tour de France einen gewissen Ruf erworben – als Mann, der in hohem Maße die Leidensfähigkeit seiner Spezies verkörpert. Der Amerikaner hatte sich gleich bei der Tour-Ouvertüre in der Vendee bei einem Crash das Schulterblatt gebrochen, und doch trat er unverdrossen weiter in die Pedale. Man mag das unverantwortlich nennen, als Raubbau am eigenen Körper einstufen, aber Craddock mochte partout nicht vom Rad steigen.

          Rainer Seele

          Sportredakteur.

          Womöglich ändert sich das an diesem Sonntag (12.50 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Tour de France, in der ARD und bei Eurosport), zwangsläufig, denn die Tour de France dreht ihre Flamme ein Stückchen hoch: Das Peloton wird sozusagen ins Feuer geschickt, in die „Hölle des Nordens“, ein bisschen zumindest. Die neunte Etappe wird zu einem ziemlich holprigen Ritt werden, sie führt über 156,5 Kilometer von Arras nach Roubaix, dem Ziel von Paris–Roubaix, dem berühmtesten Eintagesrennen. Und wie selbstverständlich nutzte die Tour die Gelegenheit, Gefahrenstellen einzubauen, wie sie auch bei dem berüchtigten Frühjahrsklassiker zu meistern sind, auf einer Länge von fast 22 Kilometern, verteilt auf 15 Sektoren: Kopfsteinpflaster, eine wahre Rüttelpartie, verbunden mit hohen Risiken.

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