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Tour de France : Der Mythos Ventoux hoch zwei

  • -Aktualisiert am

Jenseits der Vegetationsgrenze geht der Mont Ventoux in eine abweisende Mondlandschaft über. Bild: Michael Eder

Kein Berg bereitet den Radprofis so große Schmerzen wie der Mont Ventoux. Auf der Tour-Etappe an diesem Mittwoch müssen sie sich gleich zweimal hinauf quälen.

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          14. Juli 2016, Frankreich, Nationalfeiertag. Es ist ziemlich genau fünf Jahre her, da entschloss sich mitten im Rennen einer der besten Radprofis der Welt: Ich renne jetzt! Ich laufe! Ich muss retten, was noch zu retten ist! Es war die zwölfte Etappe der Tour de France. Der Brite Chris Froome führte in der Gesamtwertung. An diesem heißen Tag führte die Strecke den sagenumwobenen Mont Ventoux hinauf, den Riesen der Provence.

          Die Strecke war verkürzt, Ziel war nicht der 1912 Meter hohe Gipfel, sondern das 500 Meter tiefer gelegene Chalet Reynard, eine Berghütte. Die letzten sechs Kilometer hatten die Organisatoren in einer seltenen Anwandlung von Respekt vor den Leben der Fahrer gestrichen, weil sich dort oben in der kargen, weißen Steinlandschaft wieder einmal der Mistral austobte. Nicht mit 320 Kilometern pro Stunde, das ist der französische Sturmrekord, der dort oben gemessen wurde, aber doch in einer Stärke, die manch einen der schmalbrüstigen Kletterspezialisten von der Straße geblasen hätte.

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