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Tour de France : Franzosen im Hoch

  • -Aktualisiert am

Sieger des Sonntags: Daryl Impey Bild: Reuters

Der Südafrikaner Daryl Impey gewinnt die neunte Etappe der Tour de France im Sprint zweier Ausreißer. Das Peloton bummelt hinterher. Überschattet wird das Teilstück von einem schweren Sturz.

          Ein Tag im Zeichen des Kräftesparens im Peloton: Es schien, als ob sich das Hauptfeld bei der Tour de France am Sonntag seinen persönlichen französischen Nationalfeiertag genommen hätte. Entspannt ließ man die Ausreißer über weite Teile der 170,5 Kilometer langen Etappe von Saint-Etienne nach Brioude davonziehen. Bis zum Ziel dünnte sich die Fluchtgruppe, zu der auch der Deutsche Tony Martin (Jumbo-Visma) gehörte hatte, auf dem hügeligen Kurs immer weiter aus.

          Bis es auf einen Zweikampf hinauslief, den Daryl Impey vor dem Belgier Tiejs Benoot (Lotto-Soudal) für sich entschied. Der Südafrikaner von der Equipe Mitchelton-Scott, zweimaliger Sieger der Tour Down Under, sicherte sich nach kraftvoller Fahrt den größten Erfolg seiner Karriere. „In meinen Sieben Tour-Teilnahmen war ich schon häufig in Fluchtgruppen, jetzt habe ich es endlich geschafft. Ein Traum ist wahr geworden, mir fehlen die Worte“, sagte Impey.

          230 Jahre nach dem Sturm auf die Bastille war im Feld der Favoriten lange niemandem nach einer stürmischen Attacke zumute. Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quickstep) genoss sichtlich die Fahrt im Gelben Trikot durch die Zuschauermassen am Nationalfeiertag. Von den Klassementfahrern versuchte nur Romain Bardet kurz sein Glück mit einer Attacke am letzten Anstieg. Doch den Franzosen, der sich in der ersten Tour-Woche aber schon einen Rückstand von 3:20 Minuten eingehandelt hat und auf der Fahrt in Richtung seiner Heimatstadt Brioude unter Zugzwang stand, ließ das Peloton nicht entkommen. Die französischen Fans sind dennoch bestens gelaunt. Denn mit Alaphilippe und Thibaut Pinot liegen zwei Landsleute auf den Plätzen eins und drei – das gab es seit 15 Jahren nicht mehr.

          Schon früh am Tag hatte sich die fünfzehnköpfige Fluchtgruppe formiert, bestehend aus Fahrern, die im Gesamtklassement allesamt keine Rolle spielen. Das führte zu einer Art Waffenstillstand im Peloton. Tony Martin verlor indes auf den letzten Kilometern den Anschluss und damit die Chance auf seinen sechsten Etappensieg bei der Tour.

          Überschattet wurde das Teilstück vom Sturz des Italieners Alessandro De Marchi. Der Profi der Mannschaft CCC kam bereits zehn Kilometer nach dem Start zu Fall und blieb zunächst regungslos liegen. De Marchi wurde in ein Krankenhaus in Saint-Etienne gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte bei dem 33-Jährigen einen Schlüsselbeinbruch, einen Rippenbruch, eine Lungenquetschung, oberflächliche Prellungen sowie eine Fleischwunde über der Augenbraue. Marchi muss mindestens drei bis vier Wochen pausieren.

          Tour de France

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