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Nicht für Rundfahrt nominiert : Tour de France ohne John Degenkolb

  • -Aktualisiert am

Darf dieses Jahr nicht durch Frankreich fahren: John Degenkolb. Bild: EPA

Weil sich sein Team Trek Segafredo komplett auf Kapitän Richie Porte konzentrieren will, ist John Degenkolb in diesem Jahr nicht für die Tour de France nominiert. Der Radprofi aus Oberursel will allerdings „nicht zu Hause sitzen und Trübsal blasen.“

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          John Degenkolb aus Oberursel im Taunus wird in diesem Jahr nicht an der Tour de France teilnehmen. Der Radprofi vom Team Trek Segafredo, im vergangenen Jahr in Roubaix gefeierter Etappensieger bei der Frankreich-Rundfahrt, hat bislang eine Saison ohne große Höhepunkte hinter sich, zwei zweite Plätze bei Gent–Wevelgem und Eschborn–Frankfurt sowie ein Etappensieg bei der Provence-Rundfahrt sind nicht das, was er und sein Team sich erhofft hatten.

          Dass er nun nicht für die Tour de France nominiert ist, begründet sein Team damit, dass man den Fokus völlig auf Kapitän Richie Porte und seine Plazierung in der Gesamtwertung legen wolle. Der Australier gilt als Kandidat für die Top Five. „Ich akzeptiere die Entscheidung und die Überlegung, die dahintersteht, komplett“, sagt Degenkolb. „Ich kann damit gut leben und werde nicht zu Hause sitzen und Trübsal blasen.“

          „Im Sommer mal zu Hause bei meiner Familie“

          Die Ausrichtung der Mannschaft auf den starken Kletterer Porte sei auch eine Folge des Streckenverlaufes der Frankreich-Rundfahrt, die „äußerst berglastig“ sei, sagt Degenkolb. Er gilt als tempoharter Sprinter, der nicht auf reinen Flachetappen seine besten Ergebnisse erzielt, sondern auf schwerem Klassikerterrain. Solche Etappen aber sieht der Streckenplan der Frankreich-Rundfahrt in diesem Jahr nicht vor.

          „Nach sechsmal Tour de France in Folge freue ich mich darauf, im Sommer mal zu Hause bei meiner Familie zu sein“, sagt Degenkolb, „und mich dann zu hundert Prozent auf die Rennen vorzubereiten, die im Spätsommer und Herbst anstehen.“ Deutsche Meisterschaft, Spanien-Rundfahrt, Weltmeisterschaft – das sind für den 30-Jährigen die neuen Ziele abseits der Frankreich-Tour.

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