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Radprofi John Degenkolb : Das Lächeln ist zurück

  • -Aktualisiert am

Das Glück hat für ihn einen Namen: Roubaix Bild: dpa

John Degenkolb muss sich beim Tour-Finale in Paris um Zentimeter geschlagen geben, aber die Last schwerer Jahre hat er schon zuvor in Roubaix hinter sich gelassen.

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          Als er am Hinterrad eines Helfers ganz vorne auf die Zielgerade einbiegt, ist es fast zu schön, um wahr zu sein. Die Beine: „sehr gut“. Das Gefühl: „toll“, wie er sagt. Die Champs-Élysées: in voller Pracht vor dem Lenker. „Als ich dann richtig losgefahren bin, habe ich gedacht: Ja, das kann reichen für den Sieg“, erzählt John Degenkolb am Tag danach. Er war nahe dran, ein Heldenstück mit Erinnerungswert für die Ewigkeit zu schaffen. Nämlich als Erster den letzten Zielstrich der Tour de France in Paris zu erreichen. Doch die Meriten sahnte ein anderer ab. Der Norweger Alexander Kristoff (Team UAE) hatte sich gedankenschnell an Degenkolbs Hinterrad geklemmt und den Deutschen dann auf den letzten Metern überspurtet.

          Degenkolb hatte auf den finalen Tusch der 105. Frankreich-Rundfahrt gesetzt in Anbetracht des Exitus im Feld der Sprintspezialisten in den vergangenen Wochen. Die Konstellation schien günstig wie nie. Und so hatte sich der 29-Jährige beim Zeitfahren am Samstag bestmöglich geschont. Hatte sich immer wieder die Videos der Ankünfte des Peloton auf den Champs-Élysées aus den vergangenen Jahren angeschaut, „um das zu visualisieren“, wie er sagt, was er am Sonntag dann mit Instinkt und Intuition und Kraft seiner Beine erreichen wollte.

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