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Tour de France : Kittels elfter Streich

  • -Aktualisiert am

Mit nunmehr elf Etappensiegen liegt Kittel nur noch einen Erfolg hinter dem deutschen Rekordhalter Erik Zabel. Bild: AFP

Der deutsche Topsprinter Marcel Kittel gewinnt die sechste Etappe der Tour de France. Nur noch ein Etappensieg fehlt ihm bis zum Rekord von Erik Zabel. Neues gibt es auch von Peter Sagan.

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          Es gab keine Schläge diesmal und auch keinen Sturz. Dafür aber einen Marcel Kittel, der wieder einmal Hochgenuss empfand. Und vor Freude ein „Ja“ hinausschrie. Der Thüringer Radprofi setzte sich zum zweiten Mal bei dieser Tour de France im Massenspurt durch, gewann am Donnerstag die sechste Etappe von Vesoul nach Troyes und erhöhte seinen Gesamtertrag bei der Tour auf elf Erfolge. Kittel liegt damit dicht hinter dem deutschen Rekordhalter Erik Zabel, der zwölf Etappen bei der Tour gewonnen hatte.

          Rainer Seele

          Sportredakteur.

          Kittel offenbarte großes taktisches Geschick, indem er zum passenden Zeitpunkt links ausscherte und mit wuchtigem Tritt an seinen Gegnern vorbeisprintete. Er ist derzeit das Maß der Dinge in dieser Disziplin. Kittel behauptete sich in Troyes vor dem Franzosen Arnaud Démare und vor André Greipel, dessen Miene von Enttäuschung gezeichnet war. Démare hatte noch versucht, sich gefährlich nahe am Absperrgitter nach vorne zu schieben, doch er war chancenlos gegen die Power von Kittel.

          Der Österreicher Marco Haller vom Team Katjuscha-Alpecin behauptete gar, Démare habe in seinen Lenker gegriffen. Der Franzose behielt das Grüne Trikot, der Brite Christopher Froome fährt weiter in Gelb. Zwar fehlten nun als Widersacher der ausgeschlossene Peter Sagan und der verletzte Mark Cavendish, doch Kittel wollte nichts wissen von einem wesentlichen Unterschied zu sonstigen Sprintentscheidungen. „Die Hektik ist die gleiche“, sagte er in Troyes.

          Tour de France

          In Sachen Sagan hatte sich das deutsche Team Bora-hansgrohe sogar noch einmal um Beistand vom Internationalen Sportgerichtshof (Cas) bemüht. Doch die Equipe aus Raubling scheiterte mit einem Eilantrag, die Disqualifikation des Doppel-Weltmeisters aus der Slowakei auszusetzen – als ob kurzerhand ein Fahrer nach Abwesenheit wieder ins Rennen aufgenommen werden könnte.

          Die deutsche Mannschaft warf den Rennkommissaren einen Formfehler vor, weil Sagan, der wegen eines Ellbogenchecks gegen Cavendish verbannt wurde, nicht angehört worden sei. Außerdem sei Sagan kein vorsätzliches Handeln nachzuweisen. Ein kurioses Nachspiel, dem der Cas sehr schnell ein Ende setzte.

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