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Emanuel Buchmann bei der Tour : „Es ist absolut geil, ein Traumergebnis“

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„Das ist das mit Abstand beste Ergebnis, dass ich je eingefahren habe“: Emanuel Buchmann Bild: dpa

Emanuel Buchmann gelingt bei der Tour de France ein großer Erfolg. Der Deutsche ist vor der Schlussetappe Vierter der Gesamtwertung. Zuvor spricht er über seine Leistung, Nervosität und einen brenzligen Moment.

          Emanuel Buchmann will nach seinem vierten Rang bei der Tour de France auch bei der Deutschland-Tour vom 29. August bis 1. September an den Start gehen. Dies sagte der 26 Jahre alte Ravensburger nach der 20. Tour-Etappe in Val Thorens. Als nächstes fahre ich die Deutschland-Tour, ich werde mich mal den deutschen Fans präsentieren, erklärte der Profi vom Team Bora-hansgrohe.

          Die vier Etappen mit Tour-Start in Hannover und dem Finale in Erfurt dürften Buchmann eher nicht entgegenkommen, richtig schwere Anstiege sind diesmal nicht im Programm. Bei der Tour belegt Buchmann hinter Egan Bernal, Geraint Thomas und Steven Kruijswijk Rang vier vor der Abschlussetappe an diesem Sonntag (18.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Tour de France, bei ARD One und Eurosport). Zuvor sprach er über die Etappe am Vortag.

          Emanuel Buchmann, Sie werden bei dieser Tour de France das beste deutsche Gesamtergebnis seit 2006 erringen, wenn Sie heil in Paris ankommen. Haben Sie schon realisiert, was Ihnen da geglückt ist?

          Es ist absolut geil, ein Traumergebnis. Wenn man mir das vor drei Wochen gesagt hätte, wäre ich damit mehr als zufrieden gewesen. Ich bin nicht weit weg vom Podium, das ist natürlich ein Super Gefühl. Ich denke, ich brauche noch ein bisschen, bis ich realisiert habe, wie gut ich hier gefahren bin.

          Wie ist es Ihnen auf der letzten Bergetappe ergangen?

          Heute habe ich mich nicht so gut gefühlt. Ich habe es auf dem letzten Kilometer einfach versucht, aber ich konnte es nicht durchziehen und dann muss man akzeptieren, dass es nicht das Podium wird. Eigentlich wollte ich fünf Kilometer vor dem Ziel attackieren, aber das war einfach nicht möglich.

          Waren es die drei spannendsten Wochen Ihres Sportlerlebens?

          Ja, auf jeden Fall die besten und mit Abstand auch das beste Ergebnis, dass ich je eingefahren habe. Ich bin absolut zufrieden, bin konstant gefahren und war bei jeder Bergetappe bei den Besten dabei. Jetzt freue mich erstmal auf Paris und dass es vorbei ist. Dann kann man das alles etwas sacken lassen.

          Tour de France

          Was wäre der nächste Karriereschritt, haben Sie zu diesem Zeitpunkt schon eine Vorstellung davon?

          Bis jetzt habe ich mich jedes Jahr gesteigert, das versuche ich einfach weiter und vielleicht kann ich dann auch mal das Podium anpeilen. Vielleicht haben in den Bergen auch mal eine noch stärkere Mannschaft. Wenn man ganz vorne mitfahren will, dann braucht man ein superstarkes Team. Es macht mir Spaß und ich bin noch nicht am Ende.

          Sie wirkten die ganze Zeit sehr ruhig. War da nie ein Anflug von Nervosität?

          Ich habe gemerkt, dass ich supergut drauf bin, dass ich mit den Besten mitfahren kann, dass mich niemand abhängt. Das macht das Ganze natürlich auch leichter, wenn man weiß, es kann nicht viel passieren. Deshalb war ich die ganze Zeit relativ entspannt.

          Gab es eigentlich mal ein wirklich brenzligen Moment?

          Bei der ersten Etappe, als ich kurz vor dem Ziel gestürzt bin, das war eigentlich der brenzligste Moment, das habe ich aber gut hinter mir gelassen. Ab da lief eigentlich alles, ich war immer vorn dabei – auch auf der Windkante –, mein Team  hat mich immer super vorn gehalten

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