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Tour de France : Lance Armstrong fährt auf Anhieb in Gelb

  • Aktualisiert am

Gewohnte Handlung: Lance Armstrong streift sich das Gelbe Trikot über Bild: AP

Titelverteidiger Lance Armstrong hat den Prolog bei der 89. Tour de France gewonnen und wird auf der ersten Etappe wie gewohnt das Gelbe Trikot des Spitzenreiters tragen.

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          Grandioser Auftakt im Gelben Trikot: Titelverteidiger Lance Armstrong hat mit seinem Prologsieg bei der 89. Frankreich-Rundfahrt den Grundstein zum angepeilten vierten Tour-Gesamtsieg in Folge gelegt. Armstrong eroberte sich auf Anhieb wieder „Gelb“.

          Der Weltmeister von 1993 setzte sich beim Einzelzeitfahren über sieben Kilometer durch die verwinkelte Luxemburger Innenstadt souverän in 9:08 Minuten gegen die Konkurrenz durch. Zweiter wurde Frankreichs Publikumsliebling Laurent Jalabert (9:10) vor dem Litauer Raimondas Rumsas (9:11). Keinen Zweifel hat Altmeister Eddy Merckx am Ausgang der diesjährigen Tour. „Armstrong ist so stark und hat ein so starkes Team. Wer sollte ihn da in Bedrängnis bringen“, sagte der fünfmalige Tour-Sieger.

          Zabel unter Druck

          Optimal vermied der unmittelbar vor Armstrong gestartete Telekom-Kapitän Erik Zabel das befürchtete Überholmanöver durch den US-Star. „Die Angst hat mich nach vorne getrieben. Ich wollte das Überholen vermeiden, denn dann bekommt man einen moralischen Dämpfer. Ich bin lange bei einem Zeitfahren nicht mehr so am Limit gefahren“, sagte Zabel. Der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikot für den Punktbesten wurde am Ende in für ihn ausgezeichneten 9:33 Minuten gestoppt.

          Armstrong siegt in Luxemburg

          Der Sprint-König will wie im Vorjahr Tagessieger auf der ersten Etappe werden, wobei ein Erfolg am Sonntag das passende Geschenk zu seinem 32. Geburtstag wäre. „Wir müssen erst einmal das Ergebnis von heute analysieren und sollten nicht soviel spekulieren“, sagte Zabel. Bester deutscher Fahrer war Once-Profi Jörg Jaksche. Der Ansbacher benötigte 9:29 Minuten. „Ich habe alles gegeben, bin aber kalkuliertes Risiko gefahren. Die Strecke war gefährlich“, sagte Jaksche.

          Team Telekom überzeugend

          Überzeugen konnten auch die Telekom-Profis Danilo Hondo (9:33) und Steffen Wesemann (9:38) sowie Jens Voigt (9:39) vom französischen Rennstall Credit Agricole. Dabei überraschte besonders Hondo. Der deutsche Straßenmeister war wie Zabel nur sechs Sekunden langsamer als Russlands Zeitfahr-Weltmeister Wjatscheslaw Jekimow. „Ich bin zufrieden. Das war ein guter Test für morgen, wenn es dauernd auf und ab geht. Da sind wir erstmals gefordert. Ich fahre ganz im Dienst von Erik Zabel“, sagte Hondo, dem Wesemann zustimmte: Der morgige Tag ist wichtig. Heute war ich recht zufrieden, nachdem die Prologe der vergangenen beiden Jahre sehr schlecht für gelaufen sind“.

          Auf der ersten Tour-Etappe am Sonntag bleibt die Tour-Karawane noch in dem Großherzogtum. Auf dem 192,5 km langen Teilstück mit je zwei Bergwertungen der dritten und vierten Kategorie haben die Fahrer auf dem welligen Profil durch die Ardennenausläufer einen anspruchsvollen Kurs zu bewältigen. Dabei könnte der Anstieg bei den letzten zehn Kilometern Zabels Fähigkeiten entgegenkommen.

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