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Tour de France : Froome stürzt und büßt Sekunden ein

  • -Aktualisiert am

Bild: AFP

Spitzenreiter Chris Froome stürzt auf der 19. Etappe der Tour unter schwierigen Bedingungen. Den Sieg schnappt sich diesmal ein Gastgeber.

          1 Min.

          Man muss flexibel sein als Radrennfahrer und notfalls auch schon mal kurzfristig auf eine  fremde Rennmaschine zurückgreifen. Christopher Froome ist am Freitag in eine solche Situation geraten, auf der 19. Etappe der Tour de France, die der Franzose Romain Bardet gewann, war er auf regennasser Straße zu Fall gekommen und musste sein beschädigtes Arbeitsgerät auf die Schnelle wechseln. Gut, wenn man treue Gefährten hat, die prompt erste Hilfe leisten können.

          Rainer Seele

          Sportredakteur.

          Froome schnappte sich das Rad seines Landsmanns Geraint Thomas, auf dem er jedoch nicht sonderlich gut zurechtkam. Der Kapitän des Teams Sky, ohnehin gezeichnet von dem Sturz, blutend und mit zerrissenem Trikot, musste schwer kämpfen beim Anstieg hinauf nach Saint-Gervais-Mont-Blanc in den Alpen, es war vermutlich einer seiner schwierigsten Tage bei der Tour. Froome, der immer noch einen Mitstreiter an seiner Seite hatte, den Niederländer Wouter Poels, mobilisierte in der heiklen Lage die letzten Reserven – und büßte letztlich nur wenig Zeit auf  Nairo Quintana ein. Der Kolumbianer versuchte natürlich, einen Vorteil aus dem Malheur Froomes zu schlagen, mehr als zehn Sekunden Vorsprung aber konnte er nicht herausfahren. Quintana kam als Fünfter ins Ziel, Froome wurde Neunter. Der Brite liegt  im Gesamtklassement vor den letzten beiden Etappen der Tour immer noch mehr als vier Minuten vor seinen nächsten Verfolgern, Bardet und Quintana. Ein komfortables Polster. Und auch die Wunden, die er sich zuzog, dürften ihn nicht sonderlich beeinträchtigen auf dem Weg nach Paris. Froome litt am Freitag, und die Franzosen waren in Feierlaune: Bardet sorgte, nach langem Anlauf, für den ersten Tageserfolg der Grande Nation bei der 103. Tour. Und er wird in Paris nun womöglich direkt neben Froome auf dem Podium stehen.

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