https://www.faz.net/-gtl-2rvl

Tour de France : Armstrong auch im Einzelzeitfahren einsam vorn

  • -Aktualisiert am

Tourminator: Lance Armstrong Bild: AP

Eine Klasse für sich ist Lance Armstrong auch im Einzelzeitfahren. Überlegen gewann der Amerikaner die 18. Etappe und wird nun mit Gewissheit die Frankreich-Rundfahrt das dritte Mal gewinnen.

          2 Min.

          „Es ist eine Verpflichtung für das Trikot, das Zeitfahren zu gewinnen", hatte Lance Armstrong vor der Prüfung beim Kampf gegen die Uhr gesagt und sich akribisch darauf vorbereitet. Schon im Frühjahr war er in die Auvergne gereist und war die Strecke, ebenso wie die wichtigen Bergetappen, mehrmals abgefahren.

          "Der Kurs liegt mir", hatte er zwei Tage vor dem Zeitfahren verraten, "und ich bin sehr motiviert."

          Lance Armstrong eine Klasse für sich

          Die Vorbereitung und die Motivation waren dem alten und voraussichtlich neuen Tour de France-Sieger anzumerken. Keine Blöße gab er sich auf dem 61 Kilometer langen Kurs, lag schon bei der ersten Zeitmessung nach 21 Kilometern 25 Sekunden vor dem Spanier Igor Gonzalez Galdeano und 34 Sekunden vor Jan Ullrich. Bis zum Schluss vergrößerte er seinen Vorsprung kontinuierlich, im Ziel lag er eine Minute und 24 Sekunden vor Galdeano und eine Minute und 39 Sekunden vor Ullrich.

          Wie schon in Bergen vertraute Armstrong seiner Technik der schnellen Pedalumdrehungen und beschleunigte sein Gefährt durch seine Kolibri-artige Trittfrequenz auf ein Stundenmittel von 49 Kilometern. Obwohl auch diese Fahrt wieder provozierend leicht aussah, sagte Armstrong im Ziel, dass er bei den schwül-heißen Bedingungen an seine Grenzen habe gehen müssen.

          „Verdammt gute Zeit, um Lance Armstrong zu heißen“

          Ein Kilo habe er während der Fahrt an Gewicht verloren und fühle sich ebenso ausgepumpt wie glücklich: „Ich habe heute das Gefühl am höchsten Punkt meiner Laufbahn zu stehen. Es ist im Augenblick eine verdammt gute Zeit, um Lance Armstrong zu heißen." Der Sieg war Armstrongs vierter Etappensieg bei der diesjährigen Tour. Bei seinen vorangegegangenen Tour-Siegen hatte er jeweils nur das Zeitfahren gewonnen.

          Ausgepumpt und zufrieden gab sich im Ziel auch ein erstaunlich gelassener Jan Ullrich. Ärger über die erneute Niederlage ließ der Deutsche nicht erkennen: „Ich habe alles gegeben, bin eine Stunde und sechzehn Minuten lang am Anschlag gefahren und am Ende waren eben zwei stärker. Es war sehr heiß und das Rennen hat mich so viel Kraft gekostet wie eine schwere Bergetappe." An den Gedanken, trotz maximaler Anstrengung unterlegen zu sein, hat sich Jan Ullrich anscheinend gewöhnt.

          Die Grüne Wertung bleibt spannend

          In den verbleibenden Tagen, so Ullrich, werde er alles daran setzen, das Grüne Trikot für Erik Zabel zu holen. Der Kampf ist mit nur elf Punkten Vorsprung von Stuart O'Grady vor Zabel nach wie nicht entschieden. Für einen Etappensieg werden in dieser Wertung 35 Punkte vergeben. "Wir werden nicht nachgeben und Telekom auch nicht", sagte Jens Voigt nach dem Zeitfahren, einer von O'Gradys wichtigsten Helfern. Zumindest in der Grünen Wertung bleibt es bis Paris spannend.

          Weitere Themen

          Niemand watschelt alleine

          Julius-Hirsch-Preis : Niemand watschelt alleine

          Der DFB zeichnet die Toten Hosen und Ente Bagdad für politisches Engagement aus. Am eindrucksvollsten klingt die Mundharmonika von Zvi Cohen, die ihm in Theresienstadt das Leben rettete.

          Schlägerei nach Fußballspiel in Peru Video-Seite öffnen

          Fußballfeld oder Schlachtfeld? : Schlägerei nach Fußballspiel in Peru

          Im peruanischen Cusco kippte ein Pokalmatch direkt nach dem Abpfiff in eine Schlägerei um. Spieler und Fans des Verliererteams stürmten nach dem letzten Pfiff auf den Platz und griffen die Schiedsrichter sowie das siegreiche Team an.

          Topmeldungen

          Die israelische Siedlung Migron in der Westbank

          Israel und Palästina : Die Besetzung bleibt rechtswidrig

          Zumindest für den UN-Sicherheitsrat ist die Sache klar: Der Bau israelischer Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten bleibt völkerrechtswidrig – und Israel ist aufgefordert, sofort und umfassend alle Siedlungsaktivitäten einzustellen.

          EM-Qualifikation im Liveticker : 3:1 – Gnabry legt nach

          Kurz vor der Pause sorgt Goretzka mit Durchsetzungsvermögen und Glück für das Führungstor. Nach dem Wechselt erhöht Gnabry mit seinem zweiten Treffer. Verfolgen Sie das Spiel im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.