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15. Tour-Etappe : Winokurow meldet sich in den Bergen zurück

  • Aktualisiert am

Meldet sich zurück: Alexander Winokurow Bild: dpa

Astana-Kapitän Alexander Winokurow hat die 15. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Kasache entschied das Teilstück nach 196 Kilometern zwischen Foix und Loudenvielle-Le Lourdon für sich. Andreas Klöden fiel weiter zurück.

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          Alexander Winokurow hat seinen Schmerz der vernichtenden Niederlage vom Sonntag mit seinem zweiten Etappensieg gelindert, doch Michael Rasmussen bleibt heißer Anwärter auf seinen ersten Toursieg: Die zweite und im Verhältnis harmloseste der drei Pyrenäen-Etappen hat bei der 94. Tour de France auf den beiden ersten Plätzen im Gesamtklassement nichts geändert.

          Der umstrittene Däne geht weiter mit 2:23 Minuten Vorsprung vor dem ebenfalls von Doping-Verdächtigungen verfolgten Spanier Alberto Contador in den zweiten Ruhetag. Winokurow, der am Vortag die Ewigkeit von 28:50 Minuten verloren hatte, rehabilitierte sich mit seinem zweiten diesjährigen Etappensieg 52 Sekunden vor Kim Kirchen vom T-Mobile-Team wenigstens teilweise. Der Kasache gewann den 15. Tagesabschnitt von Foix nach Loudenvielle nach 196 Kilometern im Alleingang und jubelte überschwänglich.

          Wundersames Feuerwerk

          Rasmussen und Contador zündeten im Finale auf der Winokurow-Verfolgung ein wundersames Feuerwerk und lieferten sich auf den letzten Kilometern berghoch einen Schlagabtausch in Sprinter-Manier. Dabei ließen sie Cadel Evans und Andreas Klöden zurück. Beide Spitzenreiter verfügen in den Pyrenäen offensichtlich über mehr Kapazitäten als alle Konkurrenten. Auf dem Zielstrich fuhr Contador Zentimeter vor Rasmussen auf Rang zehn - beide hatten 5:34 Minuten auf Winokurow verloren.

          Klöden, der sich bei seinem Sturz im Zeitfahren von Albi am Samstag doch schwerer verletzte, als zunächst angenommen, verteidigte seinen fünften Rang im Gesamtklassement mit jetzt 5:34 Minuten Rückstand auf Rasmussen. Die auf dem Aubisque endende „Königsetappe“ in den Pyrenäen mit zwei Anstiegen der ersten und zwei der höchsten Kategorie steht am Mittwoch auf dem Programm.

          „Noch eine Menge Arbeit“

          „Ich bin der Kapitän und kann die Tour nicht aufgeben. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, ich werde Andreas helfen, am Sonntag in Paris auf das Podium zu kommen“, hatte Winokurow, der nach seinem Einbruch vom Sonntag auf den 30. Rang des Gesamtklassements zurückgefallen war, vor dem Start versprochen.

          Kirchen sah im Finale kurz aus wie der mögliche Etappensieger. Zusammen mit dem Schweizer Johann Tschopp hatte sich der Luxemburger drei Kilometer vor dem Gipfel des vorletzten Anstiegs abgesetzt. Am Fuß des Schlussanstiegs auf den 1569 Meter hohen Peyresourde, dessen Gipfel zwölf Kilometer entfernt vom 1000 Meter tiefer liegenden Ziel in Loudenvielle lag, gesellte sich der Spanier David Arroyo hinzu und Tschopp fiel zurück.

          Razzia der Mannschaftsbusse

          Während des Rennens wurde bekannt, das französische Zollbeamte am Montag offensichtlich im Rahmen der Dopingfahndungen auf einem Parkplatz an der Autobahn nahe der spanischen Grenze die Mannschaftsbusse von vier Rennställen durchsucht hatten.

          Von der Razzia betroffen war Rasmussens niederländische Rabobank-Rennstall sowie die Fahrzeuge von Astana, CSC und Discovery. Gefunden wurden laut Astana-Pressesprecherin Corinne Druey verschreibungspflichtige Medikamente, die aber nicht beschlagnahmt worden seien.

          Für die Königs-Etappe an diesem Mittwoch können die Fahrer 24 Stunden vorher am zweiten Ruhetag der Tour in Pau Kraft tanken. Auf der mit 218,5 Kilometren längsten Bergetappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt stehen zwischen Orthez und Gourette-Col d'Aubisque je zwei Bergwertungen der höchsten Kategorie auf dem Programm.

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