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Tour de France : Tony Martin ist der Zeit voraus

Hingrig: Tony Martin ist der beste Zeitfahrer Bild: AP

Deutsches Ausrufezeichen am Abschlusswochenende der Tour de France: Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin gewinnt den Kampf gegen die Uhr hochüberlegen. Der Gesamtführende Vincenzo Nibali bringt sein Gelbes Trikot sicher ins Ziel.

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          Der Mann mit der Trikotnummer 75 drehte noch einmal mächtig auf – und bescherte dem deutschen Radsport den sechsten Etappensieg bei der 101. Tour de France. Tony Martin war am Samstag, beim 54 Kilometer langen Zeitfahren zwischen Bergerac und Perigueux, wieder ganz in seinem Element. Der „Kampf gegen die Uhr“ ist Martins Leidenschaft, vor allem wenn es wie diesmal über eine wellige, eine anspruchsvolle Strecke geht. So stürmte der Wahl-Schweizer, der die „dicken Gänge“ bevorzugt, mit maschineller Präzision dem Ziel entgegen, der dreifache Zeitfahr-Weltmeister war eindeutig der Schnellste.

          Rainer Seele

          Sportredakteur.

          Er errang damit seinen zweiten Tageserfolg bei dieser Rundfahrt. Martin, der zuvor bereits in Mülhausen erfolgreich gewesen war, bewältigte den Kurs am Samstag in einer Stunde, sechs Minuten und 21 Sekunden, er bewegte sich in einer eigenen Welt. Es sei ein perfektes Rennen gewesen, sagte er, „ich bin glücklich.“

          Nibali gewinnt die Tour

          Der Italiener Vincenzo Nibali wurde Vierter in Perigueux, seine Spitzenposition war ungefährdet. Er wird an diesem Sonntag in Paris als Nachfolger des ausgeschiedenen Vorjahressiegers Christopher Froome ganz oben auf dem Podium stehen im Gelben Trikot - sofern ihm nicht noch auf der letzten, der 21. Etappe ein großes Missgeschick widerfährt. Italien feiert den Sizilianer längst überschwänglich, auch Martin hält ihn für einen würdigen Gewinner der Tour, trotz der umstrittenen Entourage (siehe nebenstehenden Text) beim Team Astana.

          Am Ziel der Träume: Vincenzo Nibali muss das Gelbe Trikot am Sonntag nur noch nach Paris bringen

          „Den Generalverdacht finde ich unpassend“, sagte der deutsche Star der belgischen Equipe Omega Pharma-Quickstep. „Nibali bringt seit Jahren kontinuierliche Leistungen. Es gibt keinen Grund für Misstrauen.“ Direkt hinter Nibali änderte sich das Klassement am Samstag noch einmal. Der französische Haudegen Jean-Christophe Peraud schob sich auf Platz zwei vor; sein Landsmann Thibaut Pinot ist jetzt Dritter. Der erstaunlich flotte Tscheche Leopold König vom deutschen Team NetApp, Fünfter des Samstags, wird die Tour wohl als Siebter beenden.

          Tour d'Allemagne

          Das formidable Auftreten der deutschen Garde bei der Tour könnte an diesem Sonntag mit einem siebten Knalleffekt abgerundet werden. Schließlich wird auf den Champs-Elysees sehr wahrscheinlich noch einmal die Stunde der Sprinter schlagen, von Männern wie Marcel Kittel oder Andre Greipel also. Aber es ist ja jetzt schon, im Schatten des übermächtigen Radprofis Nibali, eine Art Tour d’Allemagne.

          Der bste Tritt: Tony Martin auf der Strecke von Bergerac nach Perigueux

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