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Tischtennis : Wachablösung: Boll schlägt Roßkopf

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Jörg Roßkopf: Nichts war´s mit Titel Nummer neun Bild: AP

Neue Bälle, neuer Meister: Timo Boll hat bei der Tischtennis-DM in Böblingen das Ende der Ära Jörg Roßkopf eingeläutet.

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          Neue Bälle, neuer Meister: Timo Boll hat bei der Tischtennis-DM in Böblingen mit seinem zweiten Titel nach 1998 endgültig das Ende der Ära Jörg Roßkopf eingeläutet. Der 19-jährige Jungstar vom TTV Gönnern verhinderte durch seinen 3:2 (16:21, 19:21, 21:18, 21:11, 21:15)-Endspieltriumph bei den ersten Titelkämpfen mit dem 40-Millimeter-Ball den neunten Erfolg des zwölf Jahre älteren „Grandseigneurs“. Roßkopf verpasste es damit, den Uraltrekord von Konny Freundorfer (1953 bis 1961) und Eberhard Schöler (1962 bis 1971) zu egalisieren. Bei den Frauen siegte überraschend Christina Fischer.

          „Natürlich hätte ich gerne gewonnen“, sagte Roßkopf nach seiner ersten Niederlage in einem DM-Endspiel, „aber Timo hat glänzend gespielt, nicht aufgegeben und ist deswegen verdient Meister.“ Der verpasste Rekord störte den früheren Welt- und Europameister, der seinen ersten DM-Titel 1988 gewonnen hatte, wenig: „Wenn mir das wirklich viel bedeuten würde, hätte ich bestimmt öfter bei einer Deutschen Meisterschaft gespielt. Wichtiger war mir die Formüberprüfung für die WM Ende April in Osaka.“

          Christina Fischer überraschte positiv

          Der in den nationalen Rankings vor seinem prominenten Klubkollegen auf Platz eins, in der der Weltrangliste aber auf Position 29 noch 15 Plätze hinter Roßkopf geführte Boll machte aus seinem Stolz über seinen ersten Sieg gegen den erfolgreichsten deutschen Spieler aller Zeiten bei einem offiziellen Turnier kein Hehl: „Den Titel gegen Rossi geholt zu haben, macht den Sieg sehr wertvoll. Noch sehe ich den Generationswechsel aber nicht, auch wenn ich mir ähnliche Erfolge wie Rossi vorstellen kann.“

          Hohen Stellenwert hatte auch die erste deutsche Meisterschaft für Christina Fischer. Die nach dem zweiten EM-Titel mit der Mannschaft 1998 aus dem Nationalteam zurückgetretene Berlinerin besiegte im Endspiel die frühere Doppel-Europameisterin Elke Schall (Coesfeld) mit 3:1, nachdem sie schon im Viertelfinale die favorisierte EM-Dritte Jie Schöpp (Kroppach) gestoppt hatte. Europameisterin und Titelverteidigerin Qianhong Gotsch (Betzingen) und Ex-Europameisterin Nicole Struse (Kroppach) fehlten bei der DM.

          Fast alle WM-Tickets sind vergeben

          Roßkopf scheiterte mit Lars Hielscher (Jülich) auch im Doppel-Finale am zum vierten Mal siegreichen Duo Peter Franz/Torben Wosik (Ochsenhausen/Frickenhausen). Das Damen-Doppel ging an Katrin Meyerhöfer/Irene Ivancan (Langweid/Busenbach). Im Mixed feierten die Lebenspartner Wosik und Schall ihren vierten Sieg in Folge, den insgesamt fünften Erfolg.

          Die Tickets zur WM (23. April bis 6. Mai) erhielten neben Roßkopf und Boll auch die Halbfinalisten Franz und Wosik sowie Hielscher. Zoltan Fejer-Konnerth wurde aus diszplinarischen Gründen gestrichen. Im Damen-Lager werden die beiden freien Plätze hinter Schöpp, Struse und Schall nach dem ersten WM-Lehrgang am 22. März unter den DM-Halbfinalistin Tanja Hain-Hofmann, Jessica Göbel (beide Lübeck) und Meyerhöfer verteilt.

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