Hillsborough-Katastrophe: Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

Hillsborough-Unglück Freispruch für Einsatzleiter

Auf der überfüllten Tribüne im Hillsborough-Stadion kommen 96 Fußball-Fans ums Leben. 30 Jahre später wird der Einsatzleiter für nicht schuldig befunden. Angehörige äußern sich enttäuscht. Mehr

28.11.2019, 17:35 Uhr | Sport
Hillsborough-Katastrophe

In Sheffield sterben am 15. April 1989 96 Menschen nach einer Massenpanik während eines Halbfinalspiels um den englischen Fußball-Cup zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest. Hunderte wurden gegen den Zaun am Spielfeldrand gedrückt oder zu Tode getrampelt. Erst als erste Fans in Panik über den Zaun kletterten, wurde das Unglück bemerkt und das Spiel schließlich abgepfiffen.

Das jüngste Todesopfer war der zehn Jahre alte Jon-Paul Gilhooley. Es war der Cousin von Steven Gerrard, dem ehemaligen Kapitän des FC Liverpool, der damals neun Jahre alt war.

Eine Untersuchung im Jahr 1991 befand, dass die Behörden keine Schuld treffe. Eine offizielle, unabhängige Untersuchungskommission publizierte im Jahr 2012 einen neuen Bericht. Er zeigte eine Vielzahl von Fehlern der Polizei auf und hielt fest, dass diese systematisch versucht habe, alle Verantwortung auf die Fans abzuwälzen. Die Polizei von South Yorkshire und Premierminister David Cameron entschuldigten sich im Unterhaus bei den Angehörigen.

Im Jahr 2017, mehr als 28 Jahre nach der Hillsborough-Katastrophe, erhebt die britische Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Personen, darunter auch Polizeibeamte.

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