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Thailand : Meditation: Eins mit sich selbst

  • -Aktualisiert am

Das Meditationszentrum Wat Ram Poeng bei Chiang Mai Bild: R. Schuler/SRT

Für Meditations-Anfänger gelten weniger strenge Regeln als für echte Yogis. Das Ergebnis ist aber bei beiden vor allem eins: ungemein entspannend.

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          Zuerst setzt die Ferse auf, dann rollt der Fuß nach vorne ab bis zu den Zehen. Immer wieder, abwechselnd links und rechts. Was wie gewöhnliches Gehen anmutet, ist eine Meditationsübung im Kloster Wat Ram Poeng bei Chiang Mai.

          Hier lernen stressgeplagte Mitteleuropäer abzuschalten, sich auf den Augenblick zu konzentrieren und zu sich selbst zu finden. Die Mönche helfen ihnen dabei, indem sie ihre Gäste die sogenannte Vipassana-Meditation lehren. Ziel ist es, seine Aufmerksamkeit so zu trainieren, dass sich Selbsterkenntnis entwickeln kann.

          Für Yogies gelten strenge Regeln

          Unterstützt wird der Besucher bei seinen Übungen durch einen Lehrer, der mit ihm täglich Fortgang und Ablauf der Meditation bespricht. Dabei beginnt der Tag früh. Um vier Uhr stehen die Yogies, wie die Meditationsschüler genannt werden, auf, um noch vor dem Frühstück zwei Stunden zu meditieren. Weitere Meditationen bestimmen den Tagesablauf, der um 22 Uhr mit der Nachtruhe endet. Dabei gibt es bestimmte Regeln, die teils praktischer Natur und, ähnlich Hygienevorschriften, für die Mehrzahl der Besucher selbstverständlich sind. Die meisten der Vorschriften dienen jedoch der Förderung der Meditation.

          Für die Badeurlauber im Süden Thailands wären solche Regeln der Albtraum schlechthin. So sind zu Beispiel Sonnenbaden, Musik hören und physischer Kontakt zu anderen Meditierenden nicht erlaubt. Ausnahmen gibt es nicht. Denn nur die Einhaltung der Regeln fördert die Zeit der Besinnung, die für manche mit einer Veränderung ihrer gesamten Lebensweise endet.

          Auszeit für drei Wochen

          Dass dies nicht von einem Tag auf den anderen möglich ist, zeigt die Dauer des Basis-Meditationskurses. 26 Tage müssen sich die Teilnehmer dafür Zeit nehmen. Für Menschen mit engerem Terminkalender wird im Wat-Ram-Poeng-Kloster ein zehntägiges "Schnuppermeditieren" angeboten. Ob Mann oder Frau, Buddhist, Christ oder Atheist - willkommen ist jeder, der sich mindestens zehn Tage auf die Meditation einlässt. Nur so können Interessierte zumindest eine Ahnung von den Möglichkeiten der Meditation bekommen.

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