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Tennis : Und noch eine Absage von Haas

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Noch nicht reif für große Turniere: Thomas Haas Bild: dpa/dpaweb

Wieder wird es nichts mit dem Comeback nach langer Verletzungspause: Vor dem Grand-Slam-Auftakt zwickt Tennis-Profi Thomas Haas die Armmuskulatur, deshalb wird er nicht in Melbourne starten.

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          Natürlich kam es wieder so, wie es wohl alle geahnt hatten: Das Comeback von Thomas Haas wird es auch bei den Australian Open nicht geben. Am Freitag sagte der deutsche Tennisprofi seinen Start bei dem am kommenden Montag beginnenden ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres ab. Fit sei er zwar wieder, aber noch nicht bereit für ein Fünfsatzmatch bei einem Grand-Slam-Turnier. "Die Armmuskulatur zwickt bei einer längeren Belastung", sagt Haas, nachdem er zuletzt gerade einen Start in Doha zuerst in Aussicht gestellt und dann wieder abgesagt hatte. Seine letzte Partie hat Haas am 31. Oktober 2002 im Achtelfinale von Paris-Bercy gegen den Schweizer Roger Federer gespielt; am 19. Dezember 2002 war er dann in New York an der rechten Schulter operiert worden.

          Schnell wurden danach erste Comeback-Ankündigungen verbreitet. Haas sollte "vielleicht schon" bei den deutschen Turnieren in München, Hamburg oder Halle spielen, dann vielleicht in Wimbledon. Statt dessen wurde er im Juli 2003 ein weiteres Mal operiert. Nun wird es nichts mit Doha, auch nichts mit Melbourne, aber der 25 Jahre alte Davispokalspieler rechnet trotzdem fest mit seiner Rückkehr als Tennisprofi. "Ich bin so fit, so beweglich wie noch nie. Jetzt warte ich, bis auch mein Aufschlag bei 110 Prozent ist. Denn ich bin wieder richtig gierig auf Siege", sagt Haas und hat prompt angekündigt, vom 16. bis 22. Mai mit seinem Freund Rainer Schüttler beim Arag World Team Cup für Deutschland anzutreten.

          Vom Nike-Rückzug „persönlich sehr enttäuscht“

          Ein wenig Skepsis ist da mittlerweile geboten, denn bislang ist es noch keinem Spieler gelungen, nach einer derart langen Zwangspause die Karriere wieder so erfolgreich wie vorher fortzusetzen. Und für Haas, der zwischenzeitlich den Prozeß gegen seine ehemaligen privaten Sponsoren verloren hat und ihnen mehr als 500.000 Euro Fördergeld zurückzahlen muß, häufen sich die schlechten Nachrichten, was seine Finanzen betrifft. Der Sportartikelhersteller Nike hat nach sieben Jahren die Zusammenarbeit gekündigt, was Haas "persönlich sehr enttäuscht hat".

          Sein Manager Stefan Fueg, an den ständigen Meldungen über ein Comeback und den ebenso regelmäßigen Absagen vermutlich nicht ganz schuldlos, bekräftigt derweil, daß Haas zurückkommen werde. Als Einstieg komme nun im Februar das Turnier im kalifornischen Ort San José in Frage. Auch eine abermalige Zusammenarbeit mit Nike schloß Fueg nicht aus; es gebe aber auch andere Anfragen. Die muß es wohl wirklich geben, denn Fueg verriet der Deutschen Presse-Agentur: "Es wird Nike sicher leid tun. Ich kann mir vorstellen, daß sie sich als erste wieder melden."

          "Tommy möchte kein Comeback auf Raten und bei neuen Zipperlein als Folge der Belastung in der zweiten oder dritten Runde aufgeben", erklärte Fueg, dessen Optimismus der deutsche Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen liebend gerne teilen möchte: "Ich hoffe, er kommt wirklich wieder, eher früher als später. " Vielleicht tatsächlich in San José.

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