https://www.faz.net/-gtl-38mh

Tennis : Schüttler im Halbfinale von Doha

  • Aktualisiert am

Schüttler: „Endlich Sieg gegen Kafelnikow” Bild: AP

Rainer Schüttler bleibt nach seinem überraschenden Sieg gegen Jewgeni Kafelnikow in der neuen Tennis-Saison weiter ungeschlagen.

          2 Min.

          Rainer Schüttler bleibt in der neuen Tennis-Saison weiter ungeschlagen, Doha bleibt sein Lieblingsturnier auf dre ATP-Tour.

          „Endlich habe ich Jewgeni Kafelnikow mal geschlagen“, freute sich der Bad Homburger am Donnerstag über seinen 7:5, 6:4-Erfolg gegen den an Nummer eins gesetzten Olympiasieger aus Russland.

          Hartes Taekwondo-Training

          Im Halbfinale des mit einer Million Dollar dotierten Tennisturniers in der Wüste des Scheichtums Katar trifft Schüttler am Freitag auf Younes El Aynoui aus Marokko.

          Drei Mal hatte der 25-jährige schon gegen Kafelnikow den Kürzeren gezogen. Doch auf dem Center Court, auf dem er 1999 seinen ersten von bislang zwei Titeln geholt hatte, klappte es diesmal - und das überzeugend. „So stark habe ich Rainer lange nicht gesehen“, meinte sein Trainer Dirk Hordorff und verwies auf das harte Training der vergangenen Wochen: „Sogar mit Taekwondo-Training beim Weltmeister hat er seinen Körper gestählt.“

          Schüttler fürchtet "keinen Gegner"

          Nach der ersten Turnierwoche des Jahres wird Schüttler der beste deutsche Tennisprofi sein. Sollte er das Wüstenturnier sogar ein zweites Mal gewinnen, wäre er die erste Nummer eins der Saison im ATP-Champions-Race. Thomas Haas, der das Jahr 2001 auf Platz acht beendet hatte, wird erst bei den Australian Open (14. bis 27. Januar) ins Geschehen eingreifen. Und Nicolas Kiefer ist an der Schulter verletzt.

          Ob der Holzmindener, der Anfang der Woche in Adelaide vor seinem ersten Match passen musste, wie geplant in Sydney spielen wird, ist noch unklar. Möglich wäre bei einem Start des ehrgeizigen Niedersachsen in der kommenden Woche ein direkter Vergleich mit Schüttler, der auch im eigenen (Daviscup-)Lager „keinen Gegner fürchtet“.

          Verbesserter Aufschlag und schnelle Beine

          „Ich bin unheimlich glücklich und hoffe, dass ich auch die beiden nächsten Spiele hier noch gewinnen kann“, sagte der Daviscupakteur, der sich Hoffnung auf eine Nominierung für die Mannschaft von Michael Stich machen darf. Anfang Februar startet die deutsche Mannschaft in Zagreb gegen Kroatien mit ihrem neuen Kapitän in die Daviscup-Saison 2002. „Rainer schlägt sehr viel besser auf“, meinte Hordorff, „daran hat er mächtig gearbeitet und sich unheimlich verbessert.“

          Die großartige Physis und vor allem auch die schnellen Beine, die ihn vor zwei Jahren an selber Stelle im Finale gegen den Franzosen Fabrice Santoro einmal im Stich gelassen hatten, sind schon lange nicht mehr Schüttlers einzige „Waffe“.

          Für Qualifikantin Anca Barna war beim Gold-Coast-Turnier in Brisbane im Viertelfinale dagegen Endstation. Die 24-Jährige aus Heidelberg unterlag bei der mit 170.000 Dollar dotierten Veranstaltung der an Nummer zwei gesetzten Wimbledon-Finalistin Justine Henin aus Belgien mit 2:6, 1:6.

          Weitere Themen

          Nach der Quali ist vor den Playoffs

          Fußball-EM 2020 : Nach der Quali ist vor den Playoffs

          Wales qualifiziert sich als 20. und letztes Team direkt für die EM 2020. Vier weitere Plätze werden aber noch in Playoffs ausgespielt, an denen immerhin 16 Mannschaften mitwirken dürfen.

          Topmeldungen

          Die israelische Siedlung Migron in der Westbank

          Israel und Palästina : Die Besetzung bleibt rechtswidrig

          Zumindest für den UN-Sicherheitsrat ist die Sache klar: Der Bau israelischer Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten bleibt völkerrechtswidrig – und Israel ist aufgefordert, alle Siedlungsaktivitäten einzustellen.

          Johnson gegen Corbyn : Kaum Fehler, aber auch keine Vorstöße

          Vor der Wahl in Großbritannien sind Premierminister Johnson und sein Herausforderer Jeremy Corbyn im britischen Fernsehen aufeinandergetroffen. Doch den hohen Erwartungen der Vortage konnte das TV-Duell nicht standhalten.
          Mann des Abends: Serge Gnabry

          6:1 gegen Nordirland : Deutsches Schaulaufen zum Gruppensieg

          Zum Abschluss bereitet die EM-Qualifikation doch noch unbeschwerte Freude: Gegen Nordirland gibt es einen 6:1-Sieg. Gnabry trifft dreimal, Goretzka zweimal. Zur Belohnung gibt es im Sommer drei EM-Heimspiele.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.