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Tennis : Mayer als letzter Deutscher ausgeschieden

  • Aktualisiert am

Auf verlorenem Posten: Florian Mayer Bild: AP

Zum dritten Mal in Folge wird das Achtelfinale bei Deutschlands bedeutendstem Tennisturnier ohne einheimische Spieler ausgetragen. Florian Mayer schied nach einer schwachen Leistung als letzter deutscher Profi aus.

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          Anfang der Woche haben die deutschen Profis ihre neue Interessen-Vereinigung vorgestellt: Tennis Germany. Gegen das mediale Schattendasein ihres Sports wollen sie kämpfen, Aufmerksamkeit erzeugen, Charaktere darstellen. Doch die beste PR-Arbeit in eigener Sache haben sie in Hamburg wieder einmal in den roten Sand gesetzt, auch wenn Nicolas Kiefer Autogramme gab und Alexander Waske mit Rafael van der Vaart Bälle schlug.

          Zum dritten Mal in Folge wird das Achtelfinale bei Deutschlands bedeutendstem Turnier ohne einheimische Spieler ausgetragen. Am Donnerstag schied Florian Mayer nach einer schwachen Leistung als letzter der sechs gestarteten deutschen Spieler aus. 2: 6, 4:6 gegen den Finnen Jarkko Nieminen lautete das ernüchternde Ergebnis einer Partie, die wegen des Dauerregens am Mittwoch auf Himmelfahrt verschoben werden musste (Siehe auch: Tennis: Ergebnisse von den ATP-Turnieren).

          Bei Philipp Kohlschreiber stimmte tags zuvor bei seiner 7:6 (7:3), 1:6, 4:6-Niederlage gegen den Russen Igor Andrejew zwar die Leistung, aber eben nicht das Resultat. Die Chance auf einen werbewirksamen Auftritt am Donnerstag gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal war damit auch hin.

          „Ich bin ihm voll ins Messer gelaufen“

          „Meine Verfassung ist nicht besonders gut“, räumte Mayer nach seiner wieder einmal emotionslos wirkenden Vorstellung gegen Nieminen ein. Ein Weisheitszahn wurde ihm kurz vor dem Turnier in München gezogen, mit nur 80 Prozent bezifferte er deshalb sein Fitnesslevel. An Beinarbeit und Fitness will der 23jährige nun intensiv in seiner Tennisheimat München in der Woche vor den French Open arbeiten, um sein Ziel „dritte Runde“ beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres einigermaßen optimistisch angehen zu können.

          „Ich bin ihm voll ins Messer gelaufen, vielleicht wollte ich zu viel und habe überpowert“, meinte Mayer zu der Partie gegen Nieminen, der ihn im ersten Satz immer wieder auskonterte. Im zweiten Durchgang hatte er die Chance zur Wende, als er seine Taktik änderte und mit einschläfernden Topspin-Mondbällen von der Grundlinie das Tempo aus der Partie nahm.

          Bei einer 4:3-Führung hatte er zwei Breakbälle, genutzt hat er sie nicht. „Ich muss den Satz gewinnen“ wusste er. Chance vertan, die Schultern sanken herab, er schüttelte mit dem Kopf. Enttäuschung, wieder einmal. Die Hamburger Fans reagierten gelassen, sie sind so etwas gewohnt.

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