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Tennis in Wimbledon : Petkovic einzige deutsche Siegerin

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Sportliches Händeschütteln nach dem gewonnenen Match: Deutschlands Andrea Petkovic (r.) setzt sich gegen Mariana Duque-Marino aus Kolumbien durch. Bild: Reuters

Als erste von insgesamt 18 deutschen Tennisprofis zieht Andrea Petkovic in Wimbledon in die dritte Runde ein. Bei den Herren steigert sich Tommy Haas zwar, doch scheidet er zum Schluss aus. Die Hitze macht den Spielern zu schaffen.

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          Am heißesten Tag in der Wimbledon-Geschichte hat Andrea Petkovic die dürftige deutsche Bilanz geschönt. Die 27 Jahre alte Darmstädterin setzte sich am Mittwoch bei Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius gegen die Kolumbianerin Mariana Duque-Marino mit 6:3, 6:1 durch und zog als erster von anfangs insgesamt 18 deutschen Tennisprofis in die dritte Runde ein.

          Ausgeschieden sind dagegen Anna-Lena Friedsam und in Tommy Haas und Alexander Zverev der älteste und der jüngste Spieler im Hauptfeld der Grand-Slam-Veranstaltung.

          „Es war echt anstrengend bei der Hitze. Du verlierst auf dem trockenen Gras mehr Energie. Ich hätte nicht sehr gerne drei Sätze gespielt“, sagte Petkovic. Nach ihrem bizarren 6:0, 6:0-Erfolg zum Auftakt gegen die sichtlich angeschlagene Amerikanerin Shelby Rogers wusste sie vor dem Match gegen die Nummer 99 der Welt noch nicht so recht, wie sie ihr Level auf Rasen einzuschätzen hatte.

          Ein hochkonzentrierte Andrea Petkovic im Match gegen Mariana Duque-Marino
          Ein hochkonzentrierte Andrea Petkovic im Match gegen Mariana Duque-Marino : Bild: dpa

          Doch bei drückenden Temperaturen zeigte sich die an Nummer 14 gesetzte Hessin vom ersten Ballwechsel an hochkonzentriert und verwertete eiskalt ihren dritten Matchball. Im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale trifft die deutsche Nummer zwei auf Sarina Dijas aus Kasachstan. Dijas hatte zuletzt beim WTA-Turnier in Stuttgart mit ihrem 6:0, 6:0-Erfolg gegen Sabine Lisicki für Aufsehen gesorgt.

          Im direkten Vergleich zwischen der Weltranglisten-34. Dijas und Petkovic steht es 1:1. Beide standen sich in diesem Jahr in Dubai und Doha gegenüber. „Eine sehr unangenehme Gegnerin, aber ich werde versuchen, mein Spiel zu machen und werde meine Chancen bekommen.“

          Das Aus trotz Eis im Nacken: Tommy Haas
          Das Aus trotz Eis im Nacken: Tommy Haas : Bild: Reuters

          Weniger gut lief es am dritten Turniertag für Friedsam und die zwei deutschen Herren. Haas verabschiedete sich bei seiner 15. Wimbledon-Teilnahme aber ehrenvoll und wollte von einem Karriereende nichts wissen. „Ich hätte nichts dagegen, hier noch einmal aufzuschlagen. Wer weiß? Das Gefühl, aufzuhören, habe ich noch nicht“, sagte der 37-Jährige nach seiner 0:6, 2:6, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7)-Niederlage gegen den an fünf gesetzten Kanadier Milos Raonic.

          Später ereilte auch den gerade einmal halb so alten Alexander Zverev bei seiner Grand-Slam-Premiere das Aus. Der 18 Jahre alte Hamburger verlor gegen Denis Kudla aus den USA 3:6, 6:3, 6:7 (2:7), 4:6. „Mein Level war nicht da, wo ich es haben wollte“, sagte Zverev, der am Abend noch Blut bei der Dopingkontrolle abgeben musste. „Schade, dass ich noch nicht stark genug bin, so ein Match zu gewinnen“, sagte er.

          Hitze in Wimbledon: Maria Scharapowa weiß sich zu helfen
          Hitze in Wimbledon: Maria Scharapowa weiß sich zu helfen : Bild: dpa

          Haas klang nach seinem kämpferisch überzeugenden Auftritt ganz und gar nicht nach Resignation, Müdigkeit oder Berufsunlust. „Ich habe gegen einen der besten Spieler der Welt verloren“, sagte er und scherzte: „Ich wünschte, ich hätte nur einmal im Spiel so einen Aufschlag wie er.“ Raonic gelang mit 233 Kilometern pro Stunde der drittschnellste Aufschlag der Turniergeschichte.

          Einen weiteren Bestwert vermeldeten die Organisatoren am späten Nachmittag: Mit 35,7 Grad Celsius geht der Tag als bislang heißester in die Geschichte der traditionsreichen Veranstaltung im sonst gerne einmal so regnerischen Wimbledon ein. Der bisherige Bestwert lag bei 34,6 Grad während der Hitzewelle im Sommer 1976.

          Gruß nach oben nach lockerem Sieg: Novak Djokovic
          Gruß nach oben nach lockerem Sieg: Novak Djokovic : Bild: dpa

          Fast alle Spieler legten sich während der Seitenwechsel mit Eis gefüllte Handtücher in den Nacken. Nur der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger Novak Djokovic hatte offenbar keine Probleme. „Es war nicht so schlimm, wie ich dachte“, sagte der von Boris Becker trainierte Serbe nach seinem Sieg gegen den Finnen Jarkko Nieminen.

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